Märkte werden gemeinsam entwickelt: Die VR-Branche ist noch so klein, dass laut Sonys Playstation-VR-Verfechter Shuhei Yoshida Kooperation vor Wettbewerb steht. Er beschwört den Gemeinschaftsgeist und glaubt daran, dass VR bald überall ist.

In puncto Verkaufszahlen ist Sonys Playstation VR nicht gerade eine Überflieger-Brille. Trotz einer marktbeherrschenden Stellung mit 70 Millionen installierten Playstation-4-Konsolen konnte Sony in einem Jahr nur rund zwei Millionen VR-Brillen verkaufen. Weniger als drei Prozent der PS4-Besitzer ließen sich für die virtuelle Realität begeistern.

Die Zwei-Millionen-Marke wurde erst kürzlich infolge von signifikanten Preissenkungen zur Kommerzwoche rund um den Black Friday erreicht, in der sich Playstation VR so gut verkaufte wie seit dem Marktstart nicht mehr.

Den geringen Verkäufen zum Trotz ist das Sony-Gerät die erfolgreichste Highend-VR-Brille. Das liegt am insgesamt sehr langsam wachsenden Virtual-Reality-Markt.

“Die VR-Branche ist eine kleine Gemeinschaft”

Bei einer Fan-Veranstaltung der Playstation-Marke bezeichnet Yoshida Playstation VR als Herzensprojekt, an dem Sony mit viel Leidenschaft arbeite. Dies gelte nicht allein für sein Team, sondern die gesamte Branche.

Yoshida nennt als Beispiele die Facebook-Tochter Oculus, den Oculus-Mitgründer Palmer Luckey und Valve, das mit seiner Forschung die technische Grundlage für HTC Vive und die Steam-VR-Umgebung schaffte.

“Es ist eine kleine Gemeinschaft”, sagt Yoshida. Man respektiere sich gegenseitig und diskutiere miteinander. “Wir haben die gleiche Leidenschaft und das gemeinsame Ziel, dieses unglaubliche Medium an die Leute zu bringen.”

Die größte Herausforderung dabei sei es, die Vorteile von Virtual Reality zu erklären, ohne dass Nutzer diese selbst erfahren. Entsprechend sei der Erfolg eines einzelnen Akteurs der Erfolg von allen.

Dabei unterscheidet Yoshida gezielt zwischen günstigen VR-Lösungen für das Smartphone und ausgewachsenen VR-Brillen wie Playstation VR und den PC-Geräten. “Wenn mehr Menschen gute VR ausprobieren, dann profitieren alle davon. Wir arbeiten an guter VR.”

Playstation VR: Spiele sind nur der Anfang

Yoshida fühlt sich durch die VR-Brille an die erste Playstation erinnert, mit der Entwickler erstmals fortschrittliche 3D-Grafiken für eine Spielekonsole programmieren konnten. In den folgenden 20 Jahren hätte es massive Fortschritte bei der Qualität dieser 3D-Spiele gegeben. “Es ging einfach immer weiter”, sagt Yoshida.

Eine ähnliche Entwicklung prognostiziert der Sony-Manager für Virtual Reality: “Die Menge an Unternehmen und klugen Menschen, die jetzt an VR arbeiten und versuchen, die vielen verschiedenen Probleme zu lösen, ist unglaublich.”

VR sei kein reines Spielemedium, so Yoshida, aber Gamer hätten die nötige Hardware in Besitz, um VR-Brillen zu betreiben. Entsprechend führten sie die Entwicklung an. “Wir werden VR-Systeme sehr bald in allen Bereichen unseres Lebens finden”, prognostiziert Yoshida.

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| Featured Image: Sony (Screenshot bei Youtube)

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