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Playstation VR mit Social Screen und zusätzlichem Prozessor *Update*

von Matthias Bastian1. November 2015

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz Unite 2015 gab Ram Madhavan von Sony Amerika einige neue Details über Sonys VR-Brille preis. Neuigkeiten zum Preis oder sogar ein Releasedatum gab es allerdings immer noch nicht. Stattdessen konzentrierte sich Madhavan in seinem Vortrag “Embrace Virtual Reality with PlayStation VR” auf technologische Vorteile von Playstation VR gegenüber anderen VR-Brillen.

An den grundsätzlichen technischen Daten der Virtual-Reality-Brille von Sony hat sich in den letzten Monaten nichts mehr getan: Das Low-Persistence-Display löst bei einem Blickwinkel von rund 100 Grad mit 1080p auf und ist 5.7 Zoll groß. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 120HZ. Eine Besonderheit ist die sogenannte Rückprojektion, die die VR-Brille beherrscht: Mit dieser Technik ist es Entwicklern möglich, Spiele, die eigentlich nur mit 60 Bildern pro Sekunde (FPS) laufen mit 120FPS auszugeben. Laut Madhavan ist das dringend nötig, denn 60 Bilder pro Sekunde sind die absolute Mindestgrenze für eine gute Virtual-Reality-Erfahrung. Sony rät den Entwicklern entweder 90FPS nativ auszugeben oder für 60FPS zu entwickeln und die Rückprojektion zu nutzen. Die Nachteile wie vereinzelte Grafikfehler, die bei Rückprojektion auftreten können, werden laut dem Entwickler durch die flüssige Bildwiedergabe wieder wettgemacht.

Playstation VR: Die Folie zeigt, wie die Rückprojektion funktioniert. Quelle: Sony / YouTube

Playstation VR: Die Folie zeigt, wie die Rückprojektion funktioniert. Quelle: Sony / YouTube

Außerdem wird ein zusätzlicher Prozessor für Playstation VR mitgeliefert, der in einer externen Box untergebracht ist. Er soll einige Rechenaufgaben übernehmen und so die alternde PS4-Konsole entlasten. Dazu gehört neben der Verarbeitung von Sensordaten auch die Berechnung des 3D-Sounds, der sogar mit herkömmlichen Stereo-Kopfhörern funktioniert. Ein spezieller Algorithmus (Binaural Audio) simuliert die Höreigenschaften des menschlichen Ohrs und sorgt so für eine räumliche wirkende Wiedergabe des Tons. Der Audio-Chip läuft mit AMDs True-Audio-Technologie.

So sieht der Zusatzprozessor für Playstation VR aus

So sieht der Zusatzprozessor für Playstation VR aus. Quelle: YouTube / Vile Self

Außerdem dürfte der zweite Prozessor auch das Splitting des Videosignals übernehmen, das für ein interessantes Feature von Playstation VR gebraucht wird: Sony nennt es Social Screen, also die Möglichkeit, dass die Bilder, die in der VR-Brille gezeigt werden, auch auf einen externen TV oder Monitor ausgegeben werden können. So können Freunde oder Familie am Spiel teilnehmen, sogar gemeinsame Multiplayer-Spiele sind mit Social Screen möglich. Ein cleveres Feature verknüpft mit einem guten Marketing, denn so begegnet Sony dem Vorwurf, dass Spiele in Virtual Reality sozial isolieren, offensiv.

Social Screen für Playstation VR: Virtual-Reality für die ganze Familie

Social Screen für Playstation VR: Virtual Reality für die ganze Familie. Quelle: Sony / YouTube

Die vollständige Ansprache von Ram Madhavan könnt ihr euch im Video ansehen. Unter anderem spricht er noch über die verschiedenen Eingabemöglichkeiten wie Playstation Move, die Sensortechnologie, die bei Playstation VR zum Einsatz kommt und die Relevanz einer niedrigen Latenz. Außerdem verrät er einige Details zur Entwicklungsumgebung. Erscheinen soll Playstation VR im ersten Quartal 2016. Sony hat außerdem einen neuen Trailer veröffentlicht, in dem die wichtigsten technischen Daten kurz vorgestellt werden.

| SOURCE: Sony
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