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Playstation VR: NEO-Upgrade auf lange Sicht ein Muss?

von Matthias Bastian30. April 2016

Mit dem noch nicht offiziell bestätigten “Neo”-Update für die alternde Playstation 4 möchte Sony dem eigenen Ökosystem neues Leben einhauchen. Ist es reiner Zufall, dass Neo wohl fast zeitgleich mit Playstation VR veröffentlicht wird?

Virtual-Reality-Spiele verlangen nach deutlich mehr Leistung als herkömmliche 2D-Spiele. Das liegt in erster Linie an der benötigten hohen Bildwiederholrate. Im Optimalfall sind das bei Playstation VR 90 Bilder pro Sekunde, mindestens 60 FPS müssen es auf jeden Fall sein, damit Bewegungen in der virtuellen Umgebungen glaubhaft wirken. Das ist selbst für Highend-PCs eine Herausforderung, Entwickler müssen die Grafikqualität ordentlich zurückschrauben, um diese Leistung sicherzustellen.

Die PS4, die nur einen Bruchteil der Leistung aktueller Rechner besitzt, trifft das natürlich besonders hart. Flache 2D-Spiele, wie man sie von der Konsole kennt, laufen meist nur mit 30 Bildern pro Sekunde und häufig werden nicht einmal diese erreicht. Die Umstellung ist für Konsolenentwickler also immens. Eine leistungsfähigere Hardware ist mittel- bis langfristig dringend notwendig, möchte man die Möglichkeiten der neuen Sony-Brille voll ausreizen.

“Die PS4 wurde so entwickelt, dass sie mit VR kompatibel ist, aber unsere Forscher und Entwickler arbeiten immer an Verbesserungen”, sagt Philippe Cardon, Vizepräsident bei Sony Europe, dem französischen Magazin Challenges. “Die PS4 ist schon mehrere Jahre alt. Es ist normal, dass wir über ein Update nachdenken. Aber mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu sagen.”

Glaubt man vorab aufgetauchten Dokumenten, wird es keine NEO-exklusiven Anwendungen geben. Durchaus möglich ist es hingegen, dass man nur mit NEO die VR-Anwendungen auch wirklich sinnvoll nutzen kann, während die Basisversionen deutlich abfallen (bspw. 90 vs. 60 Bilder pro Sekunde bei schlechterer Grafik). Auch wenn es also seitens Sony keinen Upgrade-Zwang geben sollte, könnte der qualitative Sprung derart groß ausfallen, dass PSVR ohne Neo-Konsole wenig Spaß bringt.

Derweil ist Sonys Strategie für Virtual Reality ganz auf Entertainment und Spiele ausgerichtet – vorerst. “Die VR-Brille wird von unserer Spieleabteilung entwickelt. Wir fokussieren uns auf Spieler. Aber langfristig wollen wir mehr bieten”, sagt Cardon. Der Sony-Manager glaubt, dass VR-Brillen dank virtueller Screens und Kinos in Zukunft sogar das TV-Gerät ablösen könnten.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob Playstation VR die richtige VR-Brille ist, soll ab Juni die Gelegenheit haben, die VR-Brille im Einzelhandel auszuprobieren. Anders als Oculus VR oder HTC bezieht Sony die stationären Läden von Anfang an in den Vertrieb mit ein, einen Direktvertrieb wird es nicht geben. “Nur mit einer Möglichkeit zum Ausprobieren können wir auch verkaufen”, sagt Sonys John Koller. Gamestop wird sowohl die VR-Brille, Spiele als auch Bundles verkaufen. Spieler brauchen zusätzlich die 3D-Controller Move und eine PS4-Kamera.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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| Source: Challenges | Featured Image: Sony