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Playstation VR: No Man’s Sky in VR scheint vorerst ausgeschlossen *Update: Hack für HTC Vive*

von Matthias Bastian15. August 2016

Update vom 15. August 2016:

Mittlerweile ist auch die PC-Version von No Man’s Sky erschienen und wurde – wie erwartet – recht flott für Virtual Reality mit HTC Vive modifiziert. Das funktioniert mit der Software VorpX, die herkömmliche Monitorspiele mit unterschiedlich guten Ergebnissen für die VR-Brille aufbereitet. Eine Anleitung gibt es hier bei Reddit.

Der gehackte Port läuft mit 90 FPS und in stereoskopischem 3D, unterstützt aber nur das herkömmliche Gamepad. Unterstützung für das Room-Scale-Feature der Vive-Brille dürfte es wohl nur von offizieller Seite geben. Aufgrund zahlreicher Performance-Probleme und Schwankungen in der Bildwiederholrate – selbst bei schnellen PC-Systemen – und der künstlichen Bewegung mit dem Gamepad, eignet sich die VR-Adaption Marke Eigenbau aber nur für VR-Enthusiasten mit sehr stabilem Magen. Auch im Video unten erkennt man zahlreiche Ruckler, die in der VR-Brille enorm unangenehm sind.

Da eine offizielle VR-Portierung der PC-Version von Hello Games bislang weder bestätigt noch dementiert wurde, besteht noch Hoffnung auf eine qualitativ hochwertigere Virtual-Reality-Fassung des Weltraumabenteuers.

Ursprüngliche Meldung vom 9. August 2016:

Das von vielen Spielern lang ersehnte Weltraumabenteuer “No Man’s Sky” erscheint in den kommenden Tagen für Playstation 4 und PC. Auf eine VR-Adaption sollte man – zumindest auf der Konsole – aber nicht warten.

In den vergangenen Monaten ging wiederholt das Gerücht um, dass No Man’s Sky Sonys neuer Vorzeigetitel für Playstation VR werden könnte. Das zufällig generierte Weltall mit einer gigantischen Anzahl an außerirdischen und fremden Welten scheint wie gemacht für die immersive Wirkung der VR-Brille. Auch die Entwickler äußerten sich wiederholt positiv zur VR-Technologie und heizten die Gerüchte zusätzlich an.

Ein erster Performance-Test von No Man’s Sky beendet die Spekulationen vorerst – zumindest für die Konsolen-Version. Die Framerate-Analyse von Digital Foundry zeigt, dass No Man’s Sky mit 30 Bildern pro Sekunde und häufig darunter läuft. Das reicht für die Darstellung in der VR-Brille bei weitem nicht aus. Die virtuelle Realität benötigt mindestens stabile 60 Bilder pro Sekunde, um eine glaubhafte und flüssige Darstellung zu erreichen, die nicht sofort Übelkeit auslöst. Bildwiederholraten unterhalb dieser Grenze sind für VR komplett unbrauchbar. Insbesondere die Kopfbewegungen können bei einer zu geringen Framerate nicht mehr präzise übertragen werden.

Sonys Doppelstrategie für Virtual Reality: PS4 Neo als Hintertürchen?

Nun gibt es da noch das kommende Hardware-Upgrade für die Playstation 4, namentlich Neo. Die neue Konsole könnte noch 2016 auf den Markt kommen und soll angeblich im September vorgestellt werden. Die verbesserte PS4 dürfte im Vergleich zum Standardmodell rund die dreifache Leistung bieten. Diese Performance sollte reichen, um No Man’s Sky für Playstation VR mit 60 oder gar 90 Bildern pro Sekunde zu berechnen.

Aber: Sony hat zugesichert, dass es für die Neo-Konsole keine exklusive Software geben wird. Auch nicht im Kontext von Playstation VR. Im Klartext heißt es, dass No Man’s Sky für Playstation VR nur passiert, wenn die Entwickler es irgendwie zustande bringen, eine VR-Version des Spiels zu programmieren, die auch auf der herkömmlichen PS4 läuft.

Um das zu erreichen, müsste die Qualität der grafischen Darstellung wohl arg reduziert werden. Das wiederum dürfte Protest bei Besitzern der Standard-PS4 hervorrufen, die sowohl für PSVR als auch die passende Software das gleiche Geld auf den Tisch legen wie zukünftige Neo-Käufer – aber eine deutlich schlechtere Version bekommen. Man darf gespannt sein, wie Sony die Probleme dieser Doppelstrategie in Zukunft elegant löst, ganz besonders im Kontext von VR-Anwendungen.

| Featured Image: Hello Games / Sony