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Playstation VR: PS Pro laut namhaftem Entwickler nur für VR gedacht

von VRODO21. November 2016

Der japanische Entwickler Tomonobu Itagaki, bekannt durch Spiele wie Ninja Gaiden oder Dead or Alive, geht davon aus, dass Sony die neue Playstation Pro allein für Playstation VR auf den Markt gebracht hat. Virtual-Reality-Spiele sollen die Mehrleistung dringend benötigen.

Itagaki ist so etwas wie der Rockstar der japanischen Entwicklerszene. Einige seiner früheren Werke wie Ninja Gaiden haben längst Kultstatus erreicht. Dabei fallen seine Spiele nicht ausschließlich durch ausgefeiltes Gameplay auf, sondern insbesondere durch viel Blut und nackte Haut.

Itagaki ist auch dafür bekannt, dass er sich von niemandem reinreden lässt und den Mund gerne voll nimmt – wie es sich für einen Rockstar gehört. Positiv formuliert: Itagaki neigt zu starken Meinungen.

Gegenüber dem US-Magazin Polygon gibt er an, dass die Playstation 4 Pro allein für Playstation VR entwickelt wurde – und nicht wie von Sony angegeben fürs 4K-Gaming.

“Playstation 4 Pro ist nur Rhetorik. Die aktuelle Generation hat nicht genug Leistung, um VR zu unterstützen, also bringen sie sie für VR auf den Markt”, sagt Itagaki. “Ich kriege jetzt bestimmt wieder Ärger für diese Aussage. […] Für VR braucht es sehr viel Rechenleistung, dafür gibt es das Upgrade.”

Er selbst würde bevorzugt für den PC entwickeln. “Am PC habe ich direkten Zugang zu den Nutzern und damit fühle ich mich sehr wohl.” Der Entwickler glaubt, dass das Geschäftsmodell für herkömmliche Konsolen in den nächsten fünf Jahren vom Markt verschwindet.

Von Microsofts erzwungenem Update auf Windows 10 verspricht er sich viele neue Nutzer. “Sie werden eine Milliarde Nutzer erreichen. […] Selbst wenn nur fünf Prozent genug Leistung für Spiele haben, sind das noch immer 50 Millionen Nutzer.”

Ist das Upgrade auf die PS Pro für VR-Spieler Pflicht?

Eine definitive Antwort auf die Frage gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Die einschlägige Gamingpresse und Fachblogs berichteten zum Teil von nur kleinen Unterschieden, während sich Spieler in den Online-Communities sehr positiv über die verbesserte Bildqualität äußern. Unser Podcast-Mitglied Sven beziffert die Verbesserung gegenüber der herkömmlichen PS4 auf circa 50 Prozent und spricht von einer durchweg schärferen, klareren Darstellung in der VR-Brille.

Unabhängig von dieser Momentaufnahme dürften Pro-Käufer langfristig deutlich vom Upgrade profitieren. Schon die zweite Generation VR-Spiele für Playstation VR unterstützt ein hardwareseitiges Renderverfahren, bei dem immer nur der Teil des Bildes mit allen Details berechnet wird, der im Sichtfeld des Brillenträgers liegt. So wird massiv Performance eingespart, die Entwickler in bessere Grafik, höhere Auflösung oder mehr Bilder pro Sekunde investieren können.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten