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Playstation VR: So wichtig und signifikant wie die erste Playstation

von Matthias Bastian3. September 2016

Für die einen ist Virtual Reality nur das nächste Gaming-Gimmick, für die anderen die wichtigste technologische Neuheit der kommenden Jahre – und die Zukunft der Spieleindustrie. Playstation-Boss Shu Yoshida gehört zur letztgenannten Gruppe.

In einem Interview mit Bloomberg macht Yoshida deutlich, dass die Japaner offenbar viel Vertrauen in die neue Technologie haben und entsprechend große Hoffnungen in den Marktstart legen. Die Vorbestellungen für Playstation VR entsprächen in etwa Sonys Vorstellungen und überträfen sie zum Teil sogar. Man habe zwar keine Ahnung, wie groß die Nachfrage insgesamt sein werde, räumt Yoshida ein. Aber eine so neuartige Technologie, die das Potenzial habe, den Gaming-Markt zu verändern, wäre seit der ersten Playstation nicht mehr erschienen.

Die kam 1994 als scheinbar chancenloser Außenseiter auf den Markt, konnte sich aber dank überlegener CD-Rom-Technologie und gelungenem Marketing schnell etablieren. Was dann folgte, kann man sicher als eine der größeren Erfolgsgeschichten der Entertainment-Industrie bezeichnen. Jetzt, wo er mit VR arbeite, sagt Yoshida, fühle er sich an die alten Zeiten erinnert. Das Gefühl sei sehr ähnlich, denn wie auch die erste Playstation sei Virtual Reality “komplett anders als vorhandene Spiele”. So wie damals sei man sich auch jetzt nicht sicher, wie Spieler auf die neue Technologie reagieren würden.

Laut Bloomberg plant Sony eine VR-Offensive, die über Videospiele hinausgeht. So soll es neben Spielen auch Angebote in den Bereichen Musik, Events, Medizin und Bildung geben. Yoshida prognostiziert den Mainstreamerfolg der virtuellen Realität bis 2020: “Jeder benutzt dann VR auf die eine oder andere Art.” Mit einem schnellen Nachfolger von Playstation VR solle man indes nicht rechnen, so Yoshida. Die Hardware sei “zukunftssicher”.

| Featured Image: Pierre F. bei Flickr, Lizenziert nach CC BY-SA 2.0 | Source: Bloomberg