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Playstation VR: Sony beschreibt Lösungen für Picture-Drift-Problem

von Matthias Bastian29. Oktober 2016

Das Trackingsystem von Playstation VR ist die Schwachstelle von Sonys VR-System. Der Trackingbereich ist relativ klein, die Move-Controller können zittern und im schlimmsten Fall verändert die VR-Brille wie von Geisterhand die eigene Position. Für das letztgenannte Problem beschreibt Sony nun mögliche Lösungen.

Tritt das Picture-Drift-Problem auf, verschiebt sich der Trackingbereich von Sonys VR-Brille zu einer Seite hin. Der Spieler muss dann den Kopf zur Seite drehen, um virtuell weiter geradeaus zu schauen. Das kann schnell nerven, insbesondere dann, wenn man nicht auf einem Drehstuhl sitzt. Das Problem störte zahlreiche Playstation-VR-Käufer, die sich via Social Media bei Sony beschwerten. Jetzt reagiert das Unternehmen mit einem Support-Artikel, der mögliche Ursachen und Lösungen beschreibt.

Laut Sony entsteht das Problem in erster Linie durch die PS4-Kamera. Das Unternehmen empfiehlt, den PS4-Controller nicht mit dem Kabel mit der Konsole zu verbinden, sondern die Akkus vor der Gaming-Session aufzuladen. Allein das dünne Ladekabel kann die Trackingkamera aus dem Tritt bringen, wenn es in das Sichtfeld ragt.

Außerdem soll man für einen stabilen Stand der Kamera sorgen, da leichte Vibrationen, zum Beispiel ausgelöst durch Schallwellen des Hifi-Systems, dem präzisen Tracking im Wege stehen können. Spieler sollen weiterhin auf einen idealen Abstand zur Kamera achten, der zwischen anderthalb und zwei Metern liegt. Die Kamera muss präzise auf den Sitzplatz des Brillenträgers ausgerichtet werden. Auch die Höhe und der Winkel der Kamera können die Leistung des Trackingsystems beeinflussen.

Generell gilt: Umso exotischer die Positionierung der Kamera und je heller die Umgebung, desto mehr Probleme hat das System, den Spieler akkurat zu tracken und im Blickfeld zu halten. Playstation VR arbeitet verlässlicher, wenn die Brille in einem abgedunkelten Raum genutzt wird. In jedem Fall sollten helle Lichtquellen in der Umgebung eliminiert werden.

Spiegel und andere reflektierende Oberflächen, beispielsweise eine große Fensterfront, können die Kamera ebenso irritieren. Das Gerät sieht die Tracking-LEDs dann doppelt und kann die genaue Position von VR-Brille und Move-Controller im Raum nicht mehr korrekt ermitteln.

Eine echte Lösung gibt es wohl erst mit PSVR 2

VR-Fans, die allein auf Sony setzen, müssen mit diesen Kinderkrankheiten wohl vorliebnehmen bis ein Nachfolger der VR-Brille erscheint. Wenn die Verkaufszahlen stimmen, ist das nur eine Frage der Zeit. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und es gibt reichlich Potenzial für Verbesserungen – nicht nur beim Tracking. Auch Software-Updates werden die derzeitigen Probleme nicht vollständig lösen können.

Eher unwahrscheinlich ist es hingegen, dass Sony verbesserte VR-Hardware wie ein hochwertigeres Trackingsystem und präzisere 3D-Controller nachträglich zum Verkauf anbietet. Die zusätzliche Fragmentierung des Marktes würde für Entwickler einen höheren Aufwand bedeuten und potenzielle Käufer verwirren.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

| Featured Image: Sony