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Playstation VR: Spieler behalten die VR-Brille gerne länger auf dem Kopf

von Matthias Bastian14. Mai 2017

Von wegen unbequem: Besitzer von Playstation VR stört es nicht, die VR-Brille für mehrere Stunden zu tragen und die von Entwicklern vorgesehene Spieldauer zu überschreiten.

Laut Sonys Technikchef Richard Marks verbringen Besitzer von Playstation VR mehr Zeit unter der VR-Brille als von Entwicklern vorgesehen. Ihnen sei zwar aus eigener Erfahrung bewusst, dass man das Gerät mehrere Stunden tragen könne. Es sei aber bislang nicht klar gewesen, ob normale Nutzer es ihnen gleichtun würden.

“Einige Spieler nutzen Playstation VR sehr ausführlich. Wir nennen keine konkrete Zahl, aber es ist eine ziemlich lange Zeit. Entwicklern raten wir dazu, dass sie Stellen für Pausen einbauen, damit sich Nutzer nicht eingesperrt fühlen – aber einige ignorieren diese Stellen und spielen einfach weiter”, sagt Marks der Webseite Glixel. Laut Marks verbringen einige Spieler eine Stunde und mehr am Stück in der Virtual Reality.

Marks bestätigt damit eine Aussage von Sonys Playstation-Chef Shuhei Yoshida aus dem Dezember 2016. Damals sprach Yoshida von “vielen Stunden”, die Playstation-VR-Käufer täglich unter der VR-Brille sind. “Es hat uns überrascht, dass die Menschen so viel Zeit in VR verbringen.”

Laut Marks würden VR-Gamer besonders von Spielen mit intensiver Story oder sozialer Komponente gefesselt. Das sei aber bei herkömmlichen Monitorspielen nicht anders.

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Sony muss mehr VR-Brillen verkaufen, um die Plattform für Entwickler interessant zu machen

Damit mehr Spiele mit Tiefgang für Playstation VR erscheinen, muss Sony deutlich mehr Einheiten der VR-Brille verkaufen. Laut Marks macht es für Entwicklerstudios wirtschaftlich noch keinen Sinn, viel Geld in die Produktion aufwendiger Titel zu stecken.

Das sei jedoch kein Problem mehr, wenn genug VR-Brillen verkauft sind. “Man kann dann diese unglaublich langen Spiele mit viel Tiefgang und einem hohen Produktionswert entwickeln […].” Technische oder inhaltliche Hinderungsgründe sieht Marks nicht.

Interessant findet Marks Spiele, die sowohl für den Monitor als auch die VR-Brille konzipiert werden. Als Beispiel nennt er das Horrorspiel Resident Evil 7, das so eine größtmögliche Zielgruppe erreicht hätte. Aber: “Unglücklicherweise geht das nicht bei allen Spielen. Es klappt einfach nicht. Einige Spiele fühlen sich in VR nicht richtig an”, sagt Marks.

Womöglich wird Sony in die eigene Tasche greifen müssen, um mit starken Kaufanreizen einen für Entwickler attraktiven VR-Markt zu schaffen. Bislang kauften weltweit im Schnitt nur rund zwei Prozent der Playstation-4-Besitzer die VR-Brille, das sind grob eine Million Einheiten seit Marktstart – Enthusiasmus drückt sich anders aus. Die eher schwache Verkaufsrate dürfte nur mit hochwertiger Software in Kombination mit einem günstigeren Preis signifikant steigen.

| Featured Image: Sony

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