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Playstation VR: Was die Gamepad-Knobelei “Statik” unvergesslich macht

von Tomislav Bezmalinovic14. Mai 2017

Statik glänzt durch intelligentes Rätseldesign und dichte Atmosphäre. Doch was das Spiel unvergesslich macht, ist die geschickte Verknüpfung von realer und virtueller Welt.

Playstation VR ist nicht die fortschrittlichste VR-Plattform: Die Trackingtechnologie lässt kein raumfüllendes Virtual-Reality-Erlebnis zu, sodass man gewöhnlich sitzt, statt sich frei im Raum zu bewegen.

Zudem setzen die meisten Spiele und Anwendungen auf das Gamepad statt 3D-Controller. Das Geniale an Statiks Spieldesign ist, dass es diesen vermeintlichen Nachteil zu einem Bestandteil des Spielerlebnisses macht.

In Statik erwacht man in einer Forschungseinrichtung. Man ist – wie in der Realität – an einen Stuhl gefesselt. Die virtuellen Hände sind in eine rätselhafte Vorrichtung eingespannt, so wie die realen Hände an das Gamepad gebunden sind.

Mit diesem Manöver überträgt Statik die reale Spielsituation in die fiktive Spielewelt und macht sich die technische Einschränkung geschickt zunutze, um maximale Immersion zu erzeugen. Das Ergebnis ist ein Gefühl von Enge und Beklemmung.

Dieses Gefühl spiegelt sich auch in der Handlung wider: In Statik ist man eine menschliche Laborratte, die für wissenschaftliche Versuche zweifelhaften Ursprungs missbraucht wird.

Die Geschichte bleibt rätselhaft

Das Ziel des Spiels ist, hinter die Funktionsweise der Apparate zu kommen. Hierfür drückt man der Reihe nach die Knöpfe des Gamepads und beobachtet, wie sich Teile der Vorrichtung in Bewegung setzen.

Dass sich diese vergleichsweise simple Art der Interaktion so spannend anfühlt, liegt an dem äußerst intelligenten Rätseldesign. Dieses stellt einen mit jedem weiteren Apparat vor vollkommen neue Herausforderungen.

Einige der Rätsel können nur gelöst werden, indem man von den Vorrichtungen aufsieht und die wechselnden, aber durchgehend tristen Umgebungen der Forschungseinrichtung in Augenschein nimmt.

In der Nähe sitzt stets ein Mitarbeiter des Instituts, der beobachtet, notiert und kommentiert. Dieses Szenario ist ebenso rätselhaft wie die Vorrichtungen, aus denen man sich befreien muss. Spieler werden durch diese Erzählweise dazu motiviert, sich eingehender mit der Hintergrundgeschichte zu befassen und über Andeutungen und Zusammenhänge nachzudenken.

Dass den Entwicklern von Statik an dieser narrativen Dimension gelegen ist, sieht man daran, dass neben den Rätseln auch rein erzählerische Sequenzen zu finden sind. In Psychotests muss man beantworten, ob man bestimmte Bilder mit guten oder negativen Gefühlen verbindet.

Nach acht Apparaten und einer Spielzeit von etwa drei Stunden hat man rein spielmechanisch alles gesehen, was Statik zu bieten hat. Ob die Geschichte genug Motivation bietet, um das Rätsellabor mehr als nur einmal zu besuchen, muss jeder für sich entscheiden.

Statik ist für 19,99 Euro im Playstation Store erhältlich.

Letzte Aktualisierung am 1.08.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

| Featured Image: Tarsier Studios

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