Der auf handliche 360-Grad-Kameras spezialisierte US-Hersteller Giroptic gibt auf. Als Grund nennt das Unternehmen eine zu geringe Nachfrage nach den Geräten.

Eigentlich liest sich die Firmengeschichte von Giroptic eher nach einer Erfolgsgeschichte: Unter anderem kooperierte das Unternehmen mit YouTube, absolvierte 2014 eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne über 1,5 Millionen US-Dollar und sammelte 2015 von Investoren weitere 4,5 Millionen US-Dollar ein. Mit der Entwicklung erster 360-Grad-Kameras startete Giroptic schon 2008, also lange bevor der große Hype um Virtual Reality und 360-Grad-Videos entfachte.

Laut dem Mitgründer und Geschäftsführer Richard Ollier konnte Giroptic im vergangenen Jahr weltweit 20.000 Kameras verkaufen – offenbar waren das zu wenige für ein profitables Geschäft. Das Unternehmen beschäftigte rund 45 Mitarbeiter.

Ollier gibt an, dass Giroptic in den vergangenen acht Monaten intensiv nach Partnern gesucht habe und in Gesprächen mit einem führenden Smartphone-Hersteller gewesen sei für die Integration der eigenen 360-Technologie. Der Deal sei allerdings in letzter Sekunde geplatzt. Sein Unternehmen sei der Zeit wohl voraus gewesen, schlussfolgert Ollier.

Zuletzt fokussierte sich Giroptic auf die Giroptic iO, eine handliche 360-Grad-Ansteckkamera fürs Smartphone. In unserem Test bemängelten wird die umständliche Handhabung, den kurzlebigen Akku und die mäßige Software. Die Bilder und insbesondere die Videos eigneten sich ob der geringen Auflösung nur bedingt für die VR-Brille. Auf dem herkömmlichen Monitor hinterließen die Fotos und Videos hingegen einen guten Eindruck.

Besitzer der Giroptic-Kamera haben offenbar Pech: Die hauseigene Sharing-Plattform wurde bereits abgeschaltet. Mit weiteren Software-Updates sollte man daher nicht rechnen.

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