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Polizist der Zukunft: Scanner-Brille erkennt Straftäter im Vorbeigehen

von Matthias Bastian9. Juli 2017

Das US-Ministerium für Innere Sicherheit beschäftigt sich mit der Frage, wie Technologie die Sicherheit und die Arbeit von Sanitätern, Polizisten und Feuerwehrangehörigen verbessern kann. Die Augmented Reality spielt dabei eine wichtige Rolle.

In der Serie “The Future of First Response” stellt das US-Ministerium für Innere Sicherheit (Homeland Security) Tech-Visionen vor, die innerhalb der nächsten 15 Jahre Realität werden sollen.

“Wenn die Vision einmal vorhanden ist, können einzelne Unternehmen an deren Umsetzung arbeiten”, sagt Kristen Heist von der Designfirma Continuum, die mit der staatlichen Behörde bei der Entwicklung der Anwendungsszenarien kooperiert.

Das Projekt nimmt Einsatzkräfte ins Visier, die regelmäßig bei Notfällen einschreiten und sich dabei selbst Gefahren aussetzen. Das Video zur Polizeiarbeit der Zukunft zeigt einen Polizisten, der eine Scanner-Brille trägt, die mittels Gesichtserkennung einen vorbeilaufenden Straftäter identifiziert.

Die Brille erfasst das Gesicht des Mannes, blendet automatisch dessen Name, den Strafbefehl und eine Warnung ein, dass weitere Polizisten hinzugerufen werden sollen. Das System speichert außerdem Uhrzeit und Ort der Festnahme, das erleichtert die Protokollarbeit und vermeidet Fehler.

Solche Kontextinformationen via Augmented Reality sollen die Arbeit der Polizei sicherer machen. Die Initiative will mit Herstellern kooperieren, die entsprechende Brillen für die Industrie bauen.

Indoor-Navigation für die Feuerwehr

Ein weiteres Beispiel zeigt eine Einsatzkraft der Feuerwehr, die dank Indoor-Navigation in der AR-Brille sicherer durch ein verqualmtes Gebäude navigiert.

Diese Funktion ist keine Science-Fiction, sondern existiert bereits. Im Mai stellte Google das sogenannte “VPS”-System vor, eine Art GPS für Gebäude, das sich anhand von Kartenmaterial und visuell auffälligen Punkten in der Umgebung orientiert.

Google plant den Einsatz der Technologie eher im kommerziellen Kontext, beispielsweise um im Kaufhaus gezielt zu einem Produkt zu lotsen. Dass so ein Service potenziell auch Leben retten kann, zeigt das folgende Video.

| Featured Image: Pacific Northwest National Laboratory – PNNL S&T (Screenshot bei YouTube)

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