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Project Sansar: Second Life in Virtual Reality

von Matthias Bastian22. August 2015

Linden Lab, die Entwickler von Second Life, setzen in ihrem neuen Projekt auf Virtual Reality. Ihr Ziel: Eine Plattform zu schaffen, die VR als kreatives Medium vielen unterschiedlichen Menschen zugänglich macht. Ähnlich wie in Second Life sollen Nutzer eigene Inhalte erstellen und auch zum Verkauf anbieten können. Linden Labs CEO Ebbe Altberg setzt die Ziele hoch.

Wir wollen die Einstiegshürde für die Kreation von VR-Inhalten herabsetzen. So wie WordPress es vielen Menschen möglich gemacht hat, Inhalte professionell ins Web zu stellen, soll Project Sansar das gleiche für Virtual Reality leisten. Wenn wir es mehr Menschen möglich machen VR-Erfahrungen zu erstellen wird es auch mehr sinnvolle Anwendungen geben – von Spielen über Unterhaltung bis hin zu Anwendungen für Bildung, Architektur, Kunst, Communities, Business, Gesundheit, Training und mehr. Ebbe Altberg

Die Pläne von Linden Lab sind bereits konkret. Zwar unterstützt auch Second Life die VR-Brille Oculus Rift, Project Sansar soll aber eine komplette Neuentwicklung für die virtuelle Realität werden. Ein Prototyp läuft bereits und wird von erfahrenen Second-Life-Nutzern getestet und auf Fehler geprüft. Ein Release der finalen Version ist schon für 2016 angedacht. Bis dahin sollen insbesondere die Werkzeuge für die Erstellung von Inhalten erweitert und vereinfacht werden. Die aktuellen Beta-Tester müssen dafür noch mit aufwändigen Grafikprogrammen arbeiten.

Viel aus Second Life gelernt: Linden Lab hat das Know-how für Virtual Reality

Second Life ist eine erfolgreiche digitale Kommunikations- und Spieleplattform und die größte virtuelle 3D-Welt. Bereits 1999 startete die Entwicklung, seinerzeit mit dem Ziel über das Internet eine Art “Metaverse” zu erschaffen, also eine virtuelle Welt die parallel zur Realität existiert und Menschen die Möglichkeit gibt eine zweite Identität auszuleben. Um 2005 herum erlebte Second Life einen großen Hype, verlor aber mit dem Aufkommen von neuen Social-Media-Plattformen wie Facebook zunehmend an Popularität und verschwand weitgehend aus der Berichterstattung der Mainstream-Medien. Trotzdem entwickelte sich die Plattform kontinuierlich weiter und wurde insbesondere durch die selbst erstellten Inhalte der Nutzer geprägt. Über die Jahre entwickelt sich eine eigene Ökonomie, die es einzelnen Nutzern sogar ermöglichte mit dem Verkauf von rein virtuellen Waren reich zu werden. Auch Unternehmen und die Politik nutzen Second Life vereinzelt für Marketing- und PR-Zwecke. Second Life ist ein wild gewachsenes, nutzergetriebenes Experiment, das bereits zu Anfangszeiten von Social Media und dem Internet im Netz existierte. Wenn Linden Lab aus den Erfahrungen mit Second Life lernen konnte ist es den Entwicklern zuzutrauen einen Virtual-Reality-Nachfolger zu bauen, der in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielt.

Wer tiefer einsteigen will findet hier ein Video-Interview von UploadVR mit dem Linden Lab CEO Ebbe Altberg.

Linden Lab baut an Second Life für #VirtualReality. #Sansar Klick um zu Tweeten

| SOURCE: Linden Lab | Wikipedia
| IMAGES: Linden Lab
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