Ende März kommt Steven Spielbergs Verfilmung der Virtual-Reality-Story “Ready Player One” in die Kinos. Kann der Film den Hype um VR-Brillen neu entfachen?

Ready Player One verspricht viel mehr, als die VR-Brille technisch derzeit halten kann – obwohl die im Film genutzte Hardware den aktuellen Brillenmodellen ziemlich ähnlich sieht. Zuschauer, die sich nach dem Sci-Fi-Epos völlig overhyped eine VR-Brille aufsetzen in der Erwartungshaltung, gleich die Oasis zu betreten, könnten enttäuscht sein.

Andererseits: Wer nimmt einen Spielberg-Film schon für voll. E.T. hat ja auch nicht dafür gesorgt, dass plötzlich Aliens im Vorgarten landen und trotz Fortschritte in der Genforschung gibt’s noch immer keinen Jurassic Park. Wobei 1993 bestimmt einige Menschen darauf gewettet hätten, dass dieser in 2018 existiert.

Wie auch immer: Lass sie doch kommen, die gehypten Käuferscharen. VR kann zwar noch kein Ready Player One. Aber für einen Wow-Moment reicht es allemal. Vielleicht bewirkt der Film auch einfach gar nichts für die VR-Branche, sondern lässt nur die Kassen an den Kinos klingeln.

Analysten sind sich uneins

Die US-Investmentbank Jefferies, die laut eigenen Angaben einen Fokus auf Wachstumsmärkte legt, geht davon aus, dass Ready Player One die Verkaufszahlen von VR-Brillen ankurbeln wird. Der Film könne ein Katalysator für den Virtual-Reality-Markt werden, heißt es in einer Prognose.

Dass sich die Bank überhaupt zum VR-Markt äußert, hat mit den Chipherstellern Nvidia und AMD zu tun. Die Spekulanten glauben, dass die Aktien der beiden Konzerne von einem neu entfachten VR-Hype profitieren könnten. Tech-Enthusiasten könnten durch den Film dazu motiviert werden, ihr Geld für ein besseres VR-Erlebnis in teure Grafikkarten anzulegen.

Etwas skeptischer als die Investmentbanker sind die auf VR und AR spezialisierten Analysten von Digi-Capital. Ready Player One könne VR zwar bekannter machen und womöglich Menschen dazu bewegen, eine Brille probeweise aufzusetzen. Die Auswirkungen auf das langfristige Wachstum seien aber völlig ungewiss, so ein Sprecher des Unternehmens. Der Film beseitige keine grundlegenden Probleme der VR-Brille wie die hohen Einstiegskosten oder die Abschirmung von der Umgebung.

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