Gestern veröffentlichte Warner Bros. den zweiten Trailer zur Verfilmung des VR-Kultbuchs “Ready Player One”. In einem Interview erzählte der Autor Ernest Cline von der Idee, die ihn zu dem Buch inspirierte, von den VR-Brillen, die er zu Hause nutzt und von den VR-Erfahrungen zum Film, an denen das Vive-Team arbeitet.

Der 1972 geborene Autor ist mit Spielberg-Filmen und Atari-Spielen aufgewachsen. Die Idee zum Buch geht auf Ataris “Adventure” von 1979 zurück, das Cline in seiner Kindheit spielte. Der Entwickler des Titels verewigte seinen Name in einem versteckten Raum des Spiels.

“Das inspirierte mich zu der Idee eines Game Designers, der ein Easter Egg in einer gigantischen, virtuellen Welt versteckt, die sämtliche fiktionalen Welten der Popkultur enthält. So wie das Internet heute, aber als virtueller Raum. Ich denke, dass sich das Internet in diese Richtung entwickeln wird”, sagt Cline.

Mit Virtual Reality Originalschauplätze besuchen

Er selbst habe drei VR-Systeme zu Hause: Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR. Sonys VR-Brille habe er sich gekauft, um die X-Wing VR-Mission von “Star Wars Battlefront” auszuprobieren. Er wolle wissen, was unterschiedliche Unternehmen mit Virtual Reality anstellten und sich auf dem neuesten Stand halten.

HTC Vive ist offizieller Partner von Warner Bros. und arbeitet an VR-Erfahrungen zum Film. Cline verrät, dass das Vive-Team die digitalen Sets nutzt, die Warner Bros. für die Verfilmung schuf, um Umgebungen des Films in die Virtual Reality zu portieren. Nutzer von HTC Vive und Oculus Rift könnten sich ihre VR-Brille aufsetzen und Schauplätze des Films besuchen.

Bei der Produktion des Films sei ebenfalls Virtual Reality eingesetzt worden. Steven Spielberg hat die Technologie genutzt, um sich einen Eindruck von den computeranimierten Szenen des Films zu machen und die richtige Einstellung zu finden. Dafür hat er sich vorab mit James Cameron beraten, der diese Technik schon seit längerem nutzt.

Spielbergs Ideen fließen in die Fortsetzung

Mit der Verfilmung seines Buchs ist Cline sehr zufrieden: Er sei noch etwas besser geworden, als er sich den Film vorgestellt hatte. Die Botschaft des Films sei die gleiche wie im Buch: dass man ein Gleichgewicht zwischen dem realen und virtuellen Leben finden müsse. Kunst und Eskapismus seien ein wesentlicher Bestandteil des Lebens, etwas, das die Menschen bräuchten, “um in dunklen Zeiten nicht den Verstand zu verlieren”.

Cline verrät, dass er an einer Fortsetzung von Ready Player One arbeitet. Das Original sei stark von Spielbergs Filmen inspiriert, zum Beispiel die Jagd nach Hallidays Easter Egg von den Indiana-Jones-Filmen. Dass Spielberg sein Buch zum Leben erweckt hat, sei ein wahr gewordener Traum. Der Regisseur sei mit der Verfilmung zum zweiten Mal eine große Inspirationsquelle geworden und hätte ihm viele Ideen für die Fortsetzung des Romans gegeben.

| Featured Image: Warner Bros.

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