Das Berliner Startup Realities startet mit einer dreiteiligen Fotogrammetrie-Serie, die VR-Nutzer eine Höhle, eine Grassavanne und ein Gletschergebiet erkunden lässt.

Die neuen Inhalte wurden in Kooperation mit dem französischsprachigen Fernsehsender TV5 produziert und erscheinen parallel zur dreiteiligen Dokumentation Terres d’Exploration als VR-Erfahrungen, die das Fernsehprogramm um immersive Erlebnisse ergänzen sollen.

Die Dokumentation begleitet die zwei jungen Abenteurer Damien und FX, die sich in die Höhlen unter Vancouver Island, in den Grasslands-Nationalpark und den Bridge-Gletscher begeben. Die erste Folge wurde bereits ausgestrahlt, die dazugehörige VR-Erfahrung ist kostenlos für HTC Vive und Oculus Rift bei Steam erhältlich.

Die restlichen beiden VR-Schauplätze werden nach der Ausstrahlung der zweiten und dritten Folge am 17. und 24. April bei Steam veröffentlicht.

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Ein Höhleneingang. BILD: Realities

Realities will Fotogrammetrie outsourcen

Mit Terres d’Exploration versuchen die Fotogrammetrie-Spezialisten etwas Neues: Anstatt die teils gefährlichen Naturschauplätze selbst aufzusuchen und abzufotografieren, bildeten sie Damien und FX in Fotogrammetrie aus und ließen sie diese Arbeit vor Ort selbst verrichten.

Nachdem die beiden Forscher in die Zivilisation zurückgekehrt waren, luden sie ihre Fotografien hoch, sodass sie von Realities in begehbare 3D-Modelle verwandelt werden konnten.

Das Startup wollte damit zeigen, dass Dokumentarfilmer nebenher Orte fotogrammetrisch digitalisieren können, sodass Fernsehzuschauer die Möglichkeit haben, sie mit VR-Brillen von zu Hause aus zu besuchen. Realities möchte Fotogrammetrie schrittweise demokratisieren und dadurch mehr Inhalte in der App zugänglich machen.

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Diese Hütte im Grasslands-Nationalpark hat einem Einsiedler als Unterschlupf gedient. BILD: Realities

Eindrückliche Naturlandschaften

Der erste Schauplatz, ein Höhlensystem unter Vancouver Island, ist ab sofort bei Steam verfügbar. Von den drei neuen Inhalten ist dies der eindrücklichste: Die Wände wirken gestochen scharf, detailliert und plastisch, so als könnte man sie tatsächlich berühren. Die vor Ort aufgenommene Geräuschkulisse tropfender Stalaktiten verstärkt die Immersion zusätzlich.

Durch die engen Räume bewegen sich VR-Nutzer per Teleportation oder fließend. Ist die Decke besonders tief, muss man sich beim Erkunden bücken. An ausgewählten Punkten erklingt ein Audiokommentar der beiden Abenteurer. So erfährt man mehr über die Besonderheiten der besuchten Orte. VR-Nutzer können ergänzend an manchen Stellen Videos abspielen, die auf virtuellen Leinwänden erscheinen.

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Eine ungefährliche, da virtuelle Gletscherspalte. BILD: Realities

Die beiden übrigen, noch unveröffentlichten VR-Inhalte sind offene Landschaften. Hier kann man innerhalb des jeweiligen Naturgebiets drei bis vier fotogrammetrisch rekonstruierte Orte besuchen. Um zwischen den Schauplätzen hin- und herzuspringen, nutzt man einen virtuellen Kompass, der die Richtung anzeigt, in der sich die Sehenswürdigkeiten befinden. Danach kann man per Tastendruck den gewünschten Schauplatz laden.

Das folgende Video zeigt recht gut, was VR-Nutzer in Terres D’Exploration erwartet.

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| Featured Image: Realities

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