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Red Hydrogen One kommt mit speziellem Lichtfeld-Display von Leia 3D

von Matthias Bastian8. September 2017

Im Juli kündigte der Kamerahersteller Red das “Hydrogen One” an, ein futuristisch anmutendes Smartphone mit “holographischem Display”. Jetzt gibt Red den Kooperationspartner für den außergewöhnlichen Screen bekannt.

Für das Spezialdisplay des Hydrogen One arbeitet Red mit Leia 3D zusammen. Das bestätigt Red-CEO Jim Jannard in einem Fanforum. Red geht eine “strategische Partnerschaft” mit dem französischen Unternehmen ein und investiert eine unbekannte Summe. Jannard sitzt ab sofort im Vorstand von Leia 3D.

Das Unternehmen trägt die Star-Wars-Reminiszenz nicht umsonst im Namen: Hologramme wie im ersten Star-Wars-Film sind das Ziel des Techherstellers. Das ist zwar noch lange nicht erreicht, aber das Hydrogen One könnte ein Zwischenschritt werden.

Für den 3D-Effekt des ersten Red-Smartphones überhaupt integrierte Leia 3D ein neues Darstellungsverfahren, das das Unternehmen selbst als Lichtfeldtechnologie bezeichnet.

Zwischen den herkömmlichen Touchscreen und den Displaytreiber wird eine Zwischenebene mit einer laut Leia 3D speziellen Nanostruktur eingefügt, die das standardmäßige LCD-Licht so auf die Screenoberfläche verteilt, dass Inhalte optisch aus dem flachen Display hervortreten können. Herkömmliche 2D-Inhalte werden wie bei jedem anderen Smartphone angezeigt.

Inwiefern sich Leias 3D-Effekt von einer herkömmlichen stereoskopischen 3D-Darstellung unterscheidet, geht aus den bisherigen Ankündigungen von Red nicht hervor. Zumindest wird keine Spezialbrille benötigt.

Funktioniert nicht mit allen Inhalten

Der 3D-Effekt greift nur bei speziell aufbereitetem oder gefilmtem Material, das in einem von Red “.h4v” getauften holographischen Dateiformat vorliegt.

Passende Inhalte kann man laut Red-CEO Jim Jannard erzeugen, indem man mit vier Kameras gleichzeitig filmt – Red will entsprechende Lösungen für den Heimgebrauch und professionelle Nutzer anbieten – oder vorhandenes 3D-Material umwandelt. Die Plattform Red Channel soll beim Marktstart dem Austausch von Inhalten dienen und hat einen App Store integriert.

Neben dem Spezialdisplay möchte Red Erweiterungsmodule für das Hydrogen One anbieten, darunter passend zur eigenen Herkunft eine aufwendige Kamera mit zusätzlichem Sensor, mit der man Videos bis zu 8K aufzeichnen können soll. Weitere mögliche Module sind eine zusätzliche Batterie, ein Lautsprecher, eine Festplatte oder ein Projektor.

Das Hydrogen One soll im ersten Halbjahr 2018 auf den Markt kommen und voraussichtlich 1.200 US-Dollar kosten. Ob der 3D-Effekt den Aufpreis wert ist, bleibt abzuwarten, denn aussagekräftige Demos zeigte Red bislang nicht.

Interessant ist beispielsweise, ob und wie Red das neue Displayfeature sinnvoll in die Bedienung des Smartphones integrieren kann und ob sogar neue Arten von Apps möglich sind.

| Featured Image: Leia 3D (Screenshot bei YouTube)

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