Auf der E3 im Juni enthüllte Capcom die Neuauflage des 20 Jahre alten Horrorspielklassikers Resident Evil 2. Der Wermutstropfen für VR-Enthusiasten: Das Spiel kommt anders als der letzte Serienteil voraussichtlich ohne VR-Unterstützung. Nun erklären die Entwickler weshalb.

Die britische Zeitung Daily Star veröffentlichte heute ein ausführliches Interview mit den Produzenten des Remakes Tsuyoshi Kanda und Yoshiaki Hirabayashi. Darin liefern die Entwickler eine Begründung für den VR-Verzicht:

“Wir denken aktuell nicht über VR-Unterstützung nach. Da man der Spielfigur in Resident Evil 2 über die Schulter blickt, ist Virtual Reality nicht die bestmögliche Art, das Spiel darzustellen”, erklärt Kanda und ergänzt: “Virtual Reality passt nicht mit unserer Vision des Spiels zusammen.”

Während man das Original von 1998 aus vorgegebenen Perspektiven spielt, nutzt die Neuauflage eine dynamische Kamera, die der Hauptfigur folgt. Die besonders immersive Egoperspektive kommt hingegen nicht zum Einsatz, auch wenn der E3-Ankündigungstrailer (siehe unten) das teilweise nahelegt.

Resident Evil 7 – Einer der größten VR-Hits

Dass Resident Evil 7 die Welt aus den Augen der Spielfigur zeigt, war ein Novum für die Spielereihe: Keines der vorherigen Serienteile griff auf diese Perspektive zurück. Damit ist es auch das einzige Spiel der Reihe, das besonders gut geeignet ist für Virtual Reality. Die PSVR-Spieler dankten es den Entwicklern: Resident Evil 7 wurde bislang von knapp 500.000 Spielern (Stand: 20. Juli 2018) mit der VR-Brille ausprobiert.

Die PC-VR-Version lässt derweil weiter auf sich warten. Einem Gerücht zufolge hätte die Plattform-Exklusivität Anfang 2018 auslaufen sollen. Sony hält offenbar immer noch die Exklusivrechte. Anders kann man sich Capcoms Zögern nicht erklären. Denn Resident Evil 7 würde sich auch für PC-Brillen gut verkaufen.

Jüngst hat sich selbst Oculus-Manager Jason Rubin eingemischt und Capcom finanzielle Unterstützung bei einer Umsetzung zugesichert – offenbar ohne Erfolg.

| Featured Image: Capcom | Source: Dailystar | Via: Road to VR

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