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Resident Evil 7: Capcom will in Zukunft verstärkt auf Virtual Reality setzen

von Matthias Bastian1. Februar 2017

Resident Evil 7 ist das bislang wichtigste Kaufargument für Playstation VR. Für das Entwicklerstudio Capcom könnte das Horrorerlebnis der Auftakt für weitere Virtual-Reality-Abenteuer sein.

In einem Bericht zum Geschäftsjahr 2016 spricht Capcom von “großen Veränderungen” für den Videospiele-Markt. Eine dieser Veränderungen sei der erfolgreiche Launch der VR-Brillen in 2016, die sich besonders gut für Spiele eignen würden. Man sei das erste Jahr von Virtual Reality mit der Intention angegangen, “einen neuen Markt zu kreieren”. Laut dem Bericht wurde das Unternehmen “unter diesen Umständen” neu strukturiert.

Im Rahmen des noch begrenzten Absatzpotenzials scheint Resident Evil 7 der erste echte Verkaufshit für Playstation VR zu sein. Rund zehn Prozent der Käufer tauchen mit der VR-Brille in die furchteinflößende Horrorwelt ein.

Zuvor vermeldete Capcom, dass sich das Spiel in den ersten Tagen rund 2,5 Millionen Mal verkauft hat. Das könnte bedeuten, dass bis zu 250.000 Spieler das Haus der Bakers mit der VR-Brille auf dem Kopf erkunden. Laut der offiziellen Statistik, die jedoch nicht alle Spieler erfasst, gibt es derzeit mindestens rund 100.000 VR-Spieler.

Im Verhältnis zur Verkaufszahl von Playstation VR, die auf circa 750.000 Einheiten geschätzt wird, ist das eine enorm gute Absatzquote. Rund ein Drittel der PSVR-Besitzer hätten demnach zu Resident Evil 7 gegriffen.

Resident Evil 7 führt viele Spieler an Virtual Reality heran

Die Zahl der VR-Spieler dürfte in Zukunft noch deutlich wachsen. Zum einen plant Capcom laut dem Geschäftsbericht eine “aggressive Marketingkampagne” für Resident Evil 7. Zum anderen wird voraussichtlich im kommenden Jahr der VR-Modus für die Besitzer von PC-Brillen freigegeben.

Derzeit besitzt Sony die Exklusivrechte an der Virtual-Reality-Version. In diesem Kontext überrascht es, dass die zusätzlichen Download-Inhalte für Resident Evil 7 die VR-Brille nur zum Teil unterstützen. Das Hauptspiel hingegen lässt sich vollständig in Virtual Reality erkunden.

Zu Anfangszeiten von Playstation VR entwickelte Capcom das VR-Horrorerlebnis “Kitchen” und kündigte bereits im Geschäftsbericht 2015 an, in Zukunft verstärkt auf Virtual-Reality-Games setzen zu wollen.

Die Demo zu Kitchen wurde vornehmlich auf Messen gezeigt und diente dazu, erste Erfahrungen mit dem neuen Medium zu sammeln und die Reaktionen des Publikums auszutesten. Horror mit der VR-Brille wirkt ungleich intensiver als am herkömmlichen Monitor. Basierend auf diesen Erfahrungen wurde der VR-Modus von Resident Evil 7 konzipiert.

| Featured Image: Capcom

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