Oculus würde Capcom sogar unter die Arme greifen, um die Virtual-Reality-Version von Resident Evil 7 für Oculus Rift anbieten zu können.

Resident Evil 7 für Playstation VR ist das wohl erfolgreichste Virtual-Reality-Spiel überhaupt: Mehr als zehn Prozent der Käufer spielten das Horror-Abenteuer lieber mit der VR-Brille als am Monitor.

Schätzungen zufolge sind das rund 700.000 Spieler. Gemessen an den gut zwei Millionen verkauften Playstation-VR-Brillen ist das ein enormer Verkaufserfolg.

Klar, dass der Titel sich gut verkauft: Die Resident-Evil-Marke ist ein starkes Zugpferd, bei Gamern etabliert und beliebt. Außerdem wurde der siebte Teil von Kritikern besonders gelobt.

Spiele in dieser Qualität und mit so einer großen Strahlkraft, die noch dazu von Anfang an mit VR im Hinterkopf entwickelt wurden, sind Mangelware.

Weshalb verzichtet Capcom auf einfaches Geld?

Zweifellos könnte das Resident-Evil-Entwicklerstudio Capcom eine ganze Menge VR-Versionen für PC-VR-Brillen verkaufen, wenn … ja, wenn der vermaledeite Virtual-Reality-Modus denn mal freigeschaltet würde.

Das Kuriose an der ganzen Geschichte ist, dass die flache Monitorversion von Resident Evil 7 schon vor rund anderthalb Jahren für den PC erschienen ist. Nur die VR-Option fehlt in den Menüs.

Sitzt Sony wirklich auf den VR-Exklusivrechten?

Eine mögliche Erklärung für dieses Dilemma: Gerüchten zufolge soll sich Sony speziell die Exklusivrechte auf eben diesen VR-Modus für Playstation VR gesichert haben. Aber angeblich begrenzt auf ein Jahr.

Die Exklusivität wäre demnach Ende Januar 2018 abgelaufen. Dennoch macht Capcom keine Anstalten, den VR-Modus für den PC nachzuziehen.

Womöglich wäre die Portierung doch mit einem erhöhten Programmieraufwand verbunden? Von außen betrachtet, wirkt es jedenfalls so, als würde Capcom einfaches Geld auf der Straße liegen lassen – und PC-VR-Fans grundlos verärgern.

Bei Twitter greift Oculus-Spielemanager Jason Rubin Fan-Beschwerden auf – und bietet Capcom sogar Unterstützung für die Resident-Evil-VR-Portierung an. Es sei Capcoms Entscheidung, wie es seine Entwickler einsetzt, schreibt Rubin. Aber Oculus würde gerne bei der Programmierung helfen, falls sich Capcom doch für einen Port entscheidet.

Offenbar weiß auch Rubin nicht, wo genau es bei Capcom hakt. Über einen möglichen Exklusivdeal zwischen Sony und Capcom wäre der hochrangige und hervorragend vernetzte Spielemanager wohl informiert.

Bislang reagierte Capcom nicht auf Rubins Angebot. Ob das Studio – trotz des Erfolges von Resident Evil 7 – die VR-Brillen schon wieder im Schrank verstaut hat?


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