Vor einem Jahr testete ich die Demo eines äußerlich unscheinbaren VR-Ballerspiels, das grafisch und spielerisch an Doom-Titel aus den frühen 90ern erinnert. Beeindruckt von dem Erlebnis schrieb ich: “Compound sieht zwar aus wie einer der ersten Ego-Shooter, aber er fühlt sich an wie deren Zukunft.” Nun ist das Spiel mit brandneuen Inhalten in den Early Access gestartet.

Der Entwickler Bevan McKechnie wollte mit Compound einen klassischen Ego-Shooter für Virtual Reality entwickeln: Er sollte temporeich sein, schnelle Reaktionen erfordern und keine Zugeständnisse an empfindliche Mägen machen. Das Ergebnis ist der vielleicht immersivste VR-Shooter – trotz Pixelgrafik.

In meinem Demo-Test schrieb ich: “Das Spiel beweist, dass es nicht grafischer Realismus ist, der das Gefühl der Präsenz heraufbeschwört, sondern vielmehr die Art und Weise, wie man sich durch die Welt bewegt und mit ihr interagiert. Wirken diese Faktoren annähernd glaubhaft, füllt das Hirn die vorhandenen Lücken.”

Neue Inhalte und viele Verbesserungen

Was VR-Fortbewegung betrifft, ist McKechnie von seiner radikalen Designphilosophie abgerückt: Mittlerweile kann man sich per Teleportation durch die Welt bewegen und die künstliche Fortbewegung an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Und dank künstlichen Drehungen in Gradschritten braucht man nicht einmal mehr ein raumfüllendes VR-Setup.

In der Demo erforschte man die Gewölbe einer Kanalisation, in denen feindliche Soldaten und Roboter patrouillieren und hielt sie sich mit einem einfachen Blaster und einem Maschinengewehr vom Hals.

Die Early-Access-Version bietet zwei neue Areale: Ein Lagerhaus und ein Büro-Komplex. Hier stoßen Spieler auf drei neue Gegnertypen: eine Drohne sowie zwei Soldaten, die mit Maschinengewehren und Schrotflinten ausgestattet sind. Zum Waffenarsenal gehören neu die obligatorische Schrotflinte und Railgun. Ein Youtube-Trailer (siehe unten) führt die neuen Inhalte vor.

Große Pläne für die Vollversion

Die neue Spielversion bietet außerdem eine Vielzahl größerer und kleinerer Fehlerbehebungen und Verbesserungen: Die prozedural generierte Gebietskarte ist nun am Handgelenk befestigt und die meisten Objekte sind zerstörbar. Ein Waffentutorial und Schießstand helfen Einsteigern. Die vollständige Liste an Neuerungen und Verbesserungen steht hier.

Auf einem Trello-Board hat der Entwickler mögliche und geplante Funktionen für die Vollversion aufgelistet: Fließende Drehungen für VR-Spieler mit starkem Mägen, Schleichattacken, Spielerfähigkeiten und Power-Ups, Geheimlevel, Endgegner sowie neue Kontrahenten, Gebiete und Waffen und ein richtiges Spielende.

Die Early-Access-Version von Compound ist ab sofort für HTC Vive und Oculus Rift bei Steam erhältlich und kostet 19,99 Euro. Die kostenlose Demo ist immer noch erhältlich und kann auf der gleichen Steam-Seite heruntergeladen werden.

| Featured Image: Notdead Games

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