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Rez-Erfinder über VR: “Ab 4K pro Auge wird es realistisch”

von Matthias Bastian4. September 2017

Der Videospielkünstler und Rez-Erfinder Tetsuya Mizuguchi brachte sein bekanntestes Projekt Rez früh in die Virtual Reality. Er ist neugierig auf das neue Format, sieht aber noch die Notwendigkeit eines technischen Reifeprozesses.

Mit “Rez: Infinite” schaffte Mizuguchi einen Liebling der Kritiker: Das spirituell angehauchte und künstlerisch wertvolle Rhythmusspiel gehört zu den am höchsten bewerteten VR-Erfahrungen überhaupt. Das Spiel erschien zum Launch von Playstation VR, seit Anfang August gibt es die Synthäsie aus Musik, Licht und Interaktion auch für HTC Vive und Oculus Rift. Bei den Game Awards im Dezember 2016 wurde Rez als beste VR-Erfahrung ausgezeichnet.

Trotz dieser Erfolge ist der Rez-Schöpfer noch nicht völlig zufrieden mit seinem Werk – oder eher mit dem benötigten Abspielgerät, der VR-Brille. Er wünscht sich eine höhere Auflösung, ab 4K pro Auge wirkten Virtual-Reality-Inhalte realistisch, sagt Mizuguchi. Dieser technische Meilenstein könne in den nächsten drei bis fünf Jahren erreicht werden.

Ähnlich sieht das Tim Sweeney, der Chef der Engine-Schmiede Epic Games: Damit neue Raumcomputer die aktuelle Technologie verdrängen könnten, bräuchten sie eine Auflösung von circa 4K pro Auge. Sweeney setzt seine Hoffnung auf innovative Spezialhardware, die nicht mehr nur dem Smartphone entnommen und angepasst, sondern von Grund auf für Virtual Reality entworfen wird.

Ab einer Auflösung von 8K pro Auge soll es laut Mizuguchi zumindest rein visuell keinen wahrnehmbaren Unterschied mehr zwischen der analogen und der digitalen Realität geben – für ihn das der alles entscheidende Entwicklungsschritt. Eine weitere Steigerung sei dann nicht mehr notwendig.

Allerdings sind solche hohen Auflösungen laut Mizuguchi noch eine ferne Zukunftsvision, die vielleicht in zehn Jahren in Erfüllung gehen könnte. Für den Weg dorthin prognostiziert er, dass VR und AR stärker im Mixed-Reality-Format zusammenwachsen.

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Rez-Nachfolger in der Mache, auch für VR

Gegenüber der Webseite Heise bestätigt Mizuguchi die Arbeit an einem spirituellen Nachfolger zu Rez, der ebenfalls die VR-Brille unterstützen soll. Die in der PC-Version von Rez: Infinite enthaltenen Bonuslevel “Area-X” dienten als Vorgeschmack auf das kommende Werk.

Auch Mizuguchis zweites Rhythmusspiel “Child of Eden”, das 2011 auf den Markt kam, könnte eine VR-Behandlung bekommen. “Ich denke natürlich über neue Elemente nach. Ob es ein Remake wird oder eine Weiterentwicklung, kann ich noch nicht sagen”, sagt Mizuguchi.

Dann gerät er ins Träumen: Wenn VR und AR zur Mixed Reality verschwömmen und diese mit dem ominösen “Internet of Things” verknüpft würde, könne das das Leben “dramatisch verändern”.

“Wenn wir es dann noch schaffen, die Menschen in der virtuellen Umgebung zusammenzubringen, beginnt eine neue Ära. Das wird magisch.”

| Featured Image: Q Entertainment

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