Nach vielen Verspätungen geht Roto VR nun in Serienproduktion. Erste Entwickler haben den VR-Drehstuhl bereits erhalten, Endkunden werden ab Februar 2018 beliefert.

Roto VR ist seit Jahren in Entwicklung. Eine Kickstarter-Kampagne von 2015 brach das Startup mangels Nachfrage vorzeitig ab, dank Investoren konnte das Projekt dennoch weitergeführt werden. Im Juli 2016 hätten die ersten Einheiten ausgeliefert werden sollen, stattdessen wurden Vorbesteller auf den Januar 2017 vertröstet.

Nachdem die zweite Frist ebenfalls nicht eingehalten wurde, hörte man eine Weile nichts mehr von dem Startup. Erst im September 2017 gab es wieder ein Lebenszeichen: Roto VR produzierte testweise die ersten Einheiten des Drehstuhls. Laut CEO Elliott Myers haben die ersten Entwickler Geräte erhalten, Anfang 2018 sollen sämtliche Vorbesteller beliefert werden.

Module erweitern das Erlebnis und erhöhen den Komfort

Roto VR unterstützt Playstation VR, HTC Vive und Oculus Rift sowie mobile VR-Brillen. Der Drehstuhl besitzt einen motorisierten Sockel, der den Nutzer um die eigene Achse dreht, sobald er nach links oder rechts blickt. Für die Erfassung der Kopfbewegungen nutzt das Gerät einen separaten Tracker, der an der Kopfhalterung der VR-Brille befestigt wird.

Die physischen Drehungen können helfen, Bewegungsübelkeit zu vermindern, da das Gleichgewichtsorgan die Drehungen spürt. Mittels zweier Pedale kann der Nutzer zudem mit realen Fußbewegungen virtuelle Schritte tun.

Damit sich die Kabel beim Drehen nicht im Stuhl verheddern, können sie mittels eines zusätzlichen Moduls direkt an den Stuhl angeschlossen werden. Die Kabel der Spielkonsole oder des PCs werden mit der unbeweglichen Bodenplatte verbunden.

Ebenfalls nicht im Preis inbegriffen sind zwei Rumble Packs, die an der Rückenlehne und an der Unterseite des Stuhls befestigt werden und den Nutzer virtuelle Explosionen oder Zusammenstöße spüren lassen. Ein Verstärker wertet die Soundquelle und löst Vibrationen aus. Deshalb funktionieren die Module mit jeder VR-Erfahrung sowie Filmen.

Wer Renn- und Flugsimulatoren mag und mit Lenkrad und Gaspedale, HOTAS-Setup oder Maus und Tastatur spielen möchte, kann zusätzliche Ablagen für entsprechende Eingabegeräte hinzukaufen.

Wer nach Deutschland bestellt, zahlt 2.000 US-Dollar

Mit dem VR-Drehstuhl richtet sich das Unternehmen an VR-Arcades und VR-Enthusiasten, die bereit sind, für ihr Hobby tiefer in die Taschen zu greifen.

Das Gerät kostet in der Standardausstattung 1.000 US-Dollar. Wer seine VR-Brille an den Stuhl anschließen möchte, muss zusätzlich 150 US-Dollar hinblättern. Die Rumble Packs kosten 190 US-Dollar. Die Ablagen für Eingabegeräte schlagen mit 90 bzw. 200 US-Dollar zu Buche.

Für das Gesamtpaket verlangt Roto VR 1.500 US-Dollar (ohne Ablagen für Lenkrad und Pedale). Wer nach Deutschland bestellt, muss mit zusätzlichen Kosten im Umfang von 500 US-Dollar rechnen (Lieferkosten und Mehrwertsteuer).

Im Online-Shop steht, dass der VR-Drehstuhl ab Februar 2018 an Endkunden ausgeliefert wird und diese spätestens im März erreicht. Roto VR fehlen nur noch behördliche Zulassungen. Wer eine sofortige Lieferung wünscht, kann Roto VR per Formular als Entwicklerkit bestellen, weil diese keine Zertifikate benötigen. Das Produkt ist identisch.

Roto VR Chair – launch trailer Oct 2016

| Featured Image: Roto VR

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