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Samsung Gear VR: Bungee-Sprung in einen Vulkan

von Carolin Albrand20. Mai 2016

Auf dem “Rock in Rio”-Festival in Lissabon, einem der größten Musikfestivals der Welt, baute Samsung kurzerhand einen kleinen Virtual-Reality-Themenpark mit drei Attraktionen auf: Einer Selfie-Station für 360-Grad-Aufnahmen, dort wird die neue Gear-360-Kamera präsentiert, der bereits von der CES 2016 bekannten Achterbahnsimulation und einem weiteren Aufbau, der virtuell einen Bungee-Sprung nachstellt.

Dabei reicht es natürlich nicht, einen herkömmlichen Bungee-Sprung zu simulieren, sondern es muss eine Schippe daraufgepackt werden. Anstatt also nur wie ein Stein von einer Brücke zu fallen, springt der VR-Brillenträger geradewegs in einen lodernden Vulkan. Damit das Fallgefühl möglichst überzeugend ist, werden die Besucher des Festivals an einem Seil aufgehängt, sodass sie zuerst über dem Schlund des Vulkans schweben, bevor sie anschließend hineinstürzen. Die restliche Überzeugungsarbeit übernehmen die gerenderten Bilder in der VR-Brille.

Die Attraktion in Lissabon hat erneut vom 27. bis zum 29. Mai geöffnet. Wer nicht zufällig vor Ort ist, kann sich das obige 360-Video auch via YouTube-App in einer Cardboard-Brille anschauen – ohne Seilaufhängung dürfte das Fallgefühl aber kaum vergleichbar sein und eher Übelkeit auslösen.

Virtuelle Erfahrungen außer Haus, wie dieser neue Samsung-Simulator, könnten in Zukunft eine echte Renaissance erfahren, speziell in Virtual-Reality-Spiel- und Erlebnishallen. Sie sind im Aufbau und der Entwicklung deutlich günstiger und einfacher zu handhaben als klassische Vergnügungsparks und noch dazu deutlich flexibler, wenn es darum geht, Inhalte zu erneuern, um Besucher wiederholt anzulocken. Auch kombinierte Aufbauten, beispielsweise eine klassische Achterbahn, die mit VR-Brille befahren wird, werden bereits überall auf der Welt ausprobiert; in Deutschland kann man sowas im Europapark Rust erleben.

| Featured Image: Samsung | Source: Samsung