Samsung zeigt die Marschrichtung für die nächsten drei Jahre an: Eine Investition über 22 Milliarden US-Dollar macht deutlich, wo der koreanische Mischkonzern das größte Wachstumspotenzial sieht.

Die Investitionen fließen in Künstliche Intelligenz, in die Entwicklung von 5G-Technik und elektronische Teile für selbstfahrende Autos sowie Biopharmazeutika. Zu welchen Anteilen das geschieht, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.

KI-Innovationen würden in den kommenden Jahren die Industrie umkrempeln, während 5G wichtig sei für autonome Fahrzeuge, das Internet der Dinge und Robotik, heißt es in der Pressemitteilung.

In Sachen Künstliche Intelligenz steckt Samsung viel Geld in die Forschung: Die Zahl firmeneigener KI-Spezialisten soll auf 1.000 Fachkräfte aufgestockt werden, verstreut über internationale KI-Forschungsanstalten.

Ein weiterer, bedeutender Teil der Investitionssumme soll in 5G-Produkte fließen: Samsung will in den nächsten drei Jahren zu einem der wichtigsten Hersteller von Chipsätzen, Geräten und Ausrüstung aufsteigen.

HTC sieht in 5G eine Schlüsseltechnologie für Virtual und Augmented Reality. So könnten Inhalte zukünftig aus der Cloud gestreamt werden, sodass Highend-PCs für VR-Brillen überflüssig und AR-Brillen schlanker würden.

Weitere Investitionen in Displays und Startup-Innovationen

Selbstfahrende Autos will Samsung künftig mit selbst entwickelten Chips ausstatten. Ebenfalls investiert wird in die Entwicklung und Herstellung von Biopharmaka gegen chronische und schwer zu heilende Krankheiten.

Virtual oder Augmented Reality werden in der Pressemitteilung nicht erwähnt. Immerhin: Samsung will mehr Geld in die Entwicklung “hochwertiger Spezialdisplays” stecken. Damit könnten auch für VR- und AR-Brillen entwickelte Screens gemeint sein. Ein entsprechendes Display wurde diesen Frühling vorgestellt. Es bietet eine dreimal so hohe Pixeldichte wie die Displays von Oculus Rift und HTC Vive. Ob und wann es in eine VR-Brille verbaut wird, ist nicht bekannt.

Samsung will zudem Investitionen in das firmeneigene Zukunftslabor C-Lab erhöhen, in dem Projekte externer und interner Startups gefördert werden. In den nächsten fünf Jahren sollen rund 500 Projekte finanziell unterstützt werden. Aus dem C-Lab gingen eine Reihe innovativer VR/AR-Ideen hervor.

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