Update vom 22. Oktober 2018:

Samsungs Odyssey+ wird ab sofort im offiziellen Samsung US Store für 499 US-Dollar gelistet. Das Versanddatum ist noch nicht bekannt.

Die größte Neuerung ist eine Spezialbeschichtung (“Anti-SDE”) für das Display, das den sogenannten Fliegengittereffekt drastisch reduzieren soll. Die Beschichtung soll das Licht gleichmäßiger über die Displays und in die schwarzen Pixellücken leiten, die durch die Linsenvergrößerung sichtbar werden. Laut Samsung steigert das die wahrgenommene Pixeldichte von 616 PPI auf 1.233 PPI – umgekehrt dürfte Bildschärfe verloren gehen.

Das optische System ist dasselbe wie im Original, aber eine Spezialbeschichtung soll die Pixellücken schließen. Bild. Samsung

Das optische System ist dasselbe wie im Original, aber eine Spezialbeschichtung soll die Pixellücken schließen. Bild. Samsung

Weitere Verbesserungen betreffen den Tragekomfort: Die Linsen sollen jetzt nicht mehr so leicht beschlagen, außerdem wurde das Gewicht um 55 Gramm von 645 auf 590 Gramm reduziert. Brillenträger sollen Odyssey dank einer weiteren Gesichtsauflage besser nutzen können. Außerdem verbinden sich die Bluetooth-Controller jetzt direkt mit der VR-Brille. Ein externer Dongle ist nicht mehr notwendig.

Zu einer Veröffentlichung in Europa gibt es keine neuen Informationen, die VR-Brille ist aktuell nach wie vor nur in den USA verfügbar.

Ursprünglicher Artikel vom 17. August 2018:

Samsung bereitet Marktstart der VR-Brille Odyssey+ vor

Samsung scheint eine Neuauflage der Windows Mixed Reality VR-Brille Odyssey veröffentlichen zu wollen. Verbesserungen gibt’s offenbar nur beim Tragekomfort.

Die US-Behörde FCC hat Samsung die Freigabe für eine VR-Brille mit dem Namen “Odyssey+” erteilt. Die technischen Spezifikationen sind nach dem FCC-Eintrag identisch mit der ersten Odyssey-Brille, die im Herbst 2017 auf den Markt kam. Das kann man zumindest dem von der FCC veröffentlichten Datenblatt entnehmen.

Verbesserungen gibt's wohl nur beim Tragekomfort. Bild: FCC / Samsung

Verbesserungen gibt’s wohl nur beim Tragekomfort. Bild: FCC / Samsung

Wie die Originalbrille unterscheidet sich Odyssey+ von den typischen Windows-VR-Brillen in erster Linie durch höher aufgelöste AMOLED-Displays mit 1.440 mal 1.600 Bildpunkten und integrierte Kopfhörer von AKG.

Für Odyssey+ wird im FCC-Datenblatt außerdem eine weitere Nasenauflage, ein größerer Linsenbereich für scharfes Sehen (Sweetspot) und ein Schutz gegen Linsenbeschlag erwähnt. Es sind weitere Änderungen möglich, die nicht im Datenblatt erwähnt sind – Samsung hat für einige Punkte wie beispielsweise Fotos eine Geheimhaltung beantragt. Eine offizielle Stellungnahme seitens Samsung liegt noch nicht vor.

Jedes elektronische Gerät, das in den USA in den Handel kommt und Funktechnik einsetzt (Wifi, Radio oder Bluetooth), muss zuvor von der US-amerikanischen Behörde FCC auf Normverträglichkeit untersucht werden. Ist die Freigabe erteilt, kommt das entsprechende Gerät meist wenige Wochen später auf den Markt.

Die Odyssey-Brille erschien bislang nur in den USA. Womöglich ändert Samsung diese Strategie für die Neuauflage und bringt die Brille nach Europa. Unter den Windows-VR-Brillen gilt sie als das hochwertigste Gerät.

Neben Odyssey+ arbeitet Samsung an einer autarken Mixed-Reality-Brille. Der neueste Prototyp wird voraussichtlich auf der IFA in Berlin Ende August gezeigt. Zuletzt meldete Samsung die Marke “Perfect Reality” an.

Korrektur: Eyebox richtig übersetzt

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