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Neues Virtual-Reality-Interface: Samsung zeigt “rink”

von Carolin Albrand7. Januar 2016

Auf der CES 2016 zeigt Samsung den neuen Hand-Controller “rink”. Er soll mit Gear VR und anderen mobilen VR-Brillen wie Google Cardboard kompatibel sein. Der aktuelle Status ist noch experimentell, Preis oder Erscheinungsdatum stehen noch nicht fest.

Der Controller besteht aus zwei Teilen: Zwei Handschlaufen mit eingebauten Spulen, die über den Handrücken gezogen werden, reagieren auf das Magnetfeld eines Senders, der auf der VR-Brille montiert wird. Zusätzlich sind in den Handschlaufen Infrarotsensoren eingelassen, mit denen das System Fingerbewegungen erkennen kann. So sollen sowohl Hand- und Fingerbewegungen in die virtuelle Realität übertragen werden. Da das System mit Magnetfeldern arbeitet, müssen die Controller nicht im Sichtfeld des Sensors sein, damit sie funktionieren; sie können also auch seitlich am Körper gehalten werden.

Der Sensor, der auf der VR-Brille montiert wird, soll sehr leicht sein und wenig Energie verbrauchen. Außerdem belastet Rink die Rechenleistung des Smartphones nicht zusätzlich, da der Controller eigenständig die notwendigen Berechnungen vornimmt und dann die fertigen Daten per Bluetooth an die App sendet. Das ist sehr wichtig, da Rechenleistung bei mobilen VR-Anwendungen der größte Flaschenhals ist. Ein Interface, das die ohne schon eher geringe Prozessorleistung des Smartphones zusätzlich verringert, ist kaum zu gebrauchen.

Laut ersten Testberichten von der CES funktioniert der Controller gut und ohne spürbare Verzögerungen, ist aber definitiv noch in einem prototypischen Zustand. Probleme treten besonders dann auf, wenn die Hände so weit nach vorne gestreckt werden, dass die Handschlaufen den Einzugsbereich des Sensors verlassen. Dann verschwinden die virtuellen Hände einfach und der Controller muss neu kalibriert werden. Ob das angepriesene Fingertracking verlässlich funktioniert, wurde noch nicht getestet. Glaubt man Samsungs Werbebild, soll es so präzise sein, dass man damit sogar auf einer virtuellen Tastatur tippen kann – ein ziemlich hoher Anspruch.

Samsungs "Kreativlabor" zeigt ein neues Interface für Virtual Reality, das die eignen Hände in die virtuelle Realität bringt.

Tippen auf der virtuellen Tastatur mit “rink”. Quelle: Samsung

Noch nicht bekannt ist, wann der Controller erscheint und was er kosten soll. Laut dem zuständigen Samsung-Ingenieur Yongjin Cho wurde Rink innerhalb der letzten zwei Monate entwickelt und bisher fanden noch keine Gespräche statt, ob Rink überhaupt in der derzeitigen Form auf dem Markt erscheint. Das “Creative Lab” von Samsung ist dafür bekannt, an Prototypen zu basteln, die nicht immer zwingend in fertigen Produkten enden müssen. Da “rink” aber der nächste logische Schritt im Bereich Virtual-Reality-Interfaces ist, stehen die Chancen gut, dass man den Controller so oder in vergleichbarer Form in Zukunft wird kaufen können.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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