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Samsung VR: Neue Plattform für 360-Videos, auch für Daydream

von Matthias Bastian25. Juni 2016

Facebook, YouTube, Vrideo, Littlstar, Within, Jaunt VR und dann noch zehn andere, die mir nicht auf Anhieb einfallen: Offenbar kann es gar nicht genug Plattformen geben, um 360-Videos zu verteilen. Immerhin bietet Samsung VR vereinzelt exklusive Inhalte.

Bislang hörte Samsungs Videoservice noch auf den Namen Milk VR und war exklusiv Partnerfirmen und Marken vorbehalten. Nun ändert Samsung die Strategie und gibt Samsung VR – so der neue Name der Plattform – für alle Benutzer frei. Ähnlich wie bei YouTube oder Facebook kann nun jeder 360-Produzent selbst erstellte Inhalte auf die Plattform hochladen. Samsung bietet dafür eigens ein Creater-Portal an, für das man sich einmalig kostenlos anmelden muss.

Besonders plausibel scheint dieser Schritt im ersten Moment nicht. Den Koreanern dürfte es wohl kaum gelingen, die Menge an Inhalten zu toppen, die die marktbeherrschenden Plattformen YouTube und Facebook bereits bieten. YouTube hat sogar schon Live-Streaming in 360-Grad integriert. Die frühere Strategie, nur ausgewählte und dafür besonders hochwertige Inhalte zu kuratieren, gefiel mir persönlich deutlich besser. Immerhin kann man die Videos für maximale Qualität nicht nur streamen, sondern auch herunterladen.

Samsung VR unterstützt nun mit einer mobilen Android-App auch zukünftige VR-Brillen, die Googles neuer Virtual-Reality-Initiative Daydream entspringen. Außerdem sind alle Videos ebenfalls über eine Weboberfläche zugänglich und der Player lässt sich in Webseiten einbetten. Das funktioniert auch in Deutschland, was keine Selbstverständlichkeit ist, denn die mobilen Anwendungen für Gear VR (im Oculus Store) und Android sind noch immer nur in den USA erhältlich. Diese Restriktion lässt sich aber mittels einer VPN-App relativ einfach umgehen, das anschließende Streaming funktioniert auch mit einer IP-Adresse aus Deutschland.

| Featured Image: Samsung / 20th Century Fox/Fox Innovation Lab (Screenshot bei Samsung VR)