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Samsungs neuer Spot für Gear 360: Den Urlaub erneut erleben

von Matthias Bastian8. März 2016

Samsungs neue Virtual-Reality-Kamera “Gear 360” soll es auch 360-Neulingen ermöglichen, ohne großen Aufwand brauchbare Rundumaufnahmen zu erstellen. Die Koreaner setzen sich direkt große Ziele: “Wir wollen verändern, wie Menschen Erinnerungen speichern”, lautet die langfristige Vision hinter den VR-Bemühungen von Samsung.

Folgerichtig zeigt Samsung im neuen Spot Urlaubsbilder als sinnvolles Anwendungsszenario für 360-Videos und -Bilder. Die Aufnahmen können anschließend direkt mit der VR-Brille Gear VR angesehen werden. Im begleitenden Werbetext heißt es: “Teile deinen Urlaub mit Freunden oder der Familie so, als ob sie dabei gewesen sind. Mit dem Samsung Galaxy S7, der Gear VR und Gear 360 werden deine Erinnerungen in 360° genauso festgehalten, wie du sie erlebt hast. Patrice genießt mit Freunden seinen Barcelona Trip noch einmal auf der Couch.”

“Gear 360” hat zwei Linsen mit je 15 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut, die Videos mit 30 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 3840×1920 Pixeln aufnehmen können. 360-Fotos werden mit bis zu 30 Megapixel (Auflösung: 7776 x 3888) aufgenommen. Für den Speicher gibt es einen Micro-SD-Slot, der Karten mit bis zu 128 Gigabyte annimmt. Die Kamera ist klein und kann bequem in einer Hand gehalten und sogar in die Tasche gesteckt werden, das Gewicht liegt bei nur 150 Gramm. Optional gibt es ein Stativ, das so konstruiert ist, dass die Beine nicht in der Aufnahme auftauchen. Auch eine spezielle Hülle, mit der die Kamera bis zu einem Meter tief und für 30 Minuten unter Wasser filmen kann, soll als Zubehör angeboten werden. Der Akku ist austauschbar.

Das Stitching, also das Zusammenführen der Aufnahmen der beiden Linsen, kann entweder direkt auf dem Smartphone mit einer Gear-360-App oder, für fortgeschrittene Nutzer, auch am PC mit spezieller Software erledigt werden. An ein Samsung Galaxy S7 oder S7 Edge können die 360-Aufnahmen live gestreamt werden, das Smartphone fungiert so als Viewfinder. Über den lassen sich auch typische Kameraeinstellungen wie ISO, Weißabgleich oder die Blende einstellen. Zusätzlich kann man zwischen 360°- und 180°-Aufnahmen umschalten.

Erste Aufnahmen, die mit der neuen 360-Kamera gefilmt wurden, gibt es beim US-Vlogger Casey Neistat oder von den Elle Style Awards zu sehen. Neistat verwendete Adobe Premiere als Videoschnittprogramm.

Ein Erscheinungsdatum für “Gear 360” steht ebenso wenig fest wie der Preis. Laut einem Bericht kommt die Kamera erst in der zweiten Jahreshälfte, außerdem könnte sie bis zu 400 US-Dollar kosten – ein bekannter US-Händler listet Gear 360 bereits zu diesem Preis. Das würde etwa auf dem Niveau des unmittelbaren Konkurrenzprodukts, der Theta S von Rico, liegen. Die beiden Kameras sind ähnlich leistungsfähig, von daher scheint der Preis realistisch. Während “Gear 360” in erster Linie den Massenmarkt ansprechen soll, arbeitet Samsung weiter an einer professionellen Lösung für 360-Aufnahmen. Der Prototyp der “Project Beyond”-Kamera hat 16 Linsen kreisförmig verbaut und soll auch in 3D aufnehmen können.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Samsung Gear 360: Infografik

Samsung Gear 360: Infografik. BILD: Samsung

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