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Samsungs neueste VR-Attraktion zeigt den Untergang der Titanic

von Matthias Bastian1. Oktober 2017

Samsung zeigt, wie man aus einem der schwersten Schiffsunglücke der Menschheitsgeschichte eine spaßige VR-Attraktion bastelt.

“Surviving the Titanic” ist mehr als eine einfache Virtual-Reality-App: Samsung hat ein kleines Fahrgeschäft passend zur VR-Erfahrung gebastelt. Bis zu acht Besucher nehmen in einem Rettungsboot der Titanic Platz, das passend zum virtuellen Wellengang schaukelt. Von dort beobachten sie, wie der riesige Tanker im Meer versinkt.

Um mehr Sinne zu involvieren als Sicht und Gehör und den virtuellen Schiffsuntergang so echt wie möglich wirken zu lassen, simuliert Samsung neben dem Wellengang auch Feuchtigkeit, Hitze und Geruch. Die Erfahrung ist offenbar eine Mischung aus Achterbahn und historischem Erlebnis und dauert rund vier Minuten. Der Preis liegt bei 15 US-Dollar.

Verrückter Wissenschaftler trifft auf VR-Brille

Der virtuelle Untergang der Titanic ist eine erste VR-Erfahrung von “Tripfactory”, einem Unternehmen, das “Virtual Reality mit immersivem Theater kombiniert” und so in Kooperation mit Samsung besonders glaubhafte VR-Trips ermöglichen will.

Die Traumfabrik hat sich sogar eine Story ausgedacht, die die einzelnen VR-Erlebnisse miteinander verbindet: Der “geniale aber problematische” Neurowissenschaftler Philip Geyser hat 2010 eine Apparatur erfunden, mit der er Träume einfangen und in Virtual Reality abspielen kann. Auf der offiziellen Webseite der Tripfactory kann man eigene Träume einreichen und für eine Virtual-Reality-Umsetzung vorschlagen.

Ausgestellt wird der Titanic-VR-Trip zeitlich begrenzt im Samsung-Showroom “837” in New York. Für 2018 kündigt Tripfactory die Eröffnung “weiterer Fabriken für die Traumextraktion und Replikation” an. Das deutet auf einen größeren Einstieg in den wachsenden Markt für standortbasierte VR-Erfahrungen hin, wahrscheinlich in Kooperation mit Samsung. Geplant sind Flaggschiffläden in New York, Las Vegas und Los Angeles.

Weitere Informationen zum Titanic-Albtraum und die Möglichkeit, Tickets zu buchen, gibt es auf der offiziellen Webseite.

Setzt Samsung zukünftig mehr auf standortbezogene VR?

Im Showroom in New York finden Besucher zusätzlich rund 30 weitere VR-Attraktionen, die mehr oder weniger aufwendig inszeniert sind. Häufiger Bestandteil sind hydraulische Simulatoren, die virtuelle und reale Bewegung glaubhaft zusammenführen.

Wer schon Gelegenheit hatte, eine von Samsungs Gear-VR-Achterbahnen auszuprobieren, die mittlerweile auf jeder Techmesse präsent sind, der weiß, dass sich das Gehirn von dem synchronen Geschaukel erstaunlich gut täuschen lässt.

| Featured Image: Samsung (Screenshot)

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