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Schöpfer von “Shadow of the Colossus” sieht Hürden für VR-Projekt

von Tomislav Bezmalinovic28. Dezember 2016

Fumito Ueda ist der führende kreative Kopf hinter Spieleklassikern wie “Ico” und “Shadow of the Colossus”. Anfang Dezember erschien nach mehr als zehn Jahren Entwicklungszeit sein jüngstes Spiel “The Last Guardian”. In einem Interview wirft Ueda einen Blick zurück auf seine Karriere und spricht über seine Werk. Dabei kommt auch er auch auf mögliche Umsetzungen für die Virtual Reality zu sprechen.

In Shadow of Colossus reitet man durch ein mythisches Land auf der Suche nach sechszehn Riesen, die man erschlagen muss, um ein Mädchen von den Toten auferstehen zu lassen. In dem Interview mit Glixel wird Ueda gefragt, ob er über eine Umsetzung des legendären Spiels für Playstation VR nachgedacht habe.

“Wenn ich Shadow of the Colossus für Playstation VR veröffentlichen würde, dann würde ich mich verpflichtet fühlen, etwas zu schaffen, das über die Erwartungen der Fans hinausgeht. Es würde nicht reichen, nur ein Spiel zu machen, in welchem du am Fuße eines Kolosses stehst”, antwortet Ueda.

Bewegungsübelkeit als Hindernis

Seine größte Sorge ist, dass das Spiel Übelkeit verursachen würde, wenn man es aus der Ego-Perspektive spielt. “Das größte Problem von VR ist, wie ich gehört habe, dass Bewegung Übelkeit verursacht. […] Ich glaube nicht, dass wir in der Lage wären, dieses Problem zu lösen”, meint Ueda, der für seine Bescheidenheit bekannt ist.

Eine solche Vision umzusetzen, wäre in der Tat sehr schwierig bis unmöglich, weil das Spiel von Grund auf für die Verfolgerperspektive konzipiert wurde. Shadow of the Colossus wäre also nicht besonders für VR geeignet und man müsste sich zuerst fragen, welche Art von Erlebnis von den Stärken des Mediums profitieren würde.

Der Markt für VR-Spiele ist noch zu klein

Eine weitere Hürde sieht Ueda in dem derzeit noch kleinen Markt für VR-Spiele: “Einerseits bin ich aus Gründen der Kreativität interessiert, etwas für VR zu machen, andererseits muss ich sicherstellen, dass es in geschäftlicher Hinsicht Sinn macht, ein solches Projekt anzugehen. In diesem Sinne habe ich noch nicht die richtige Balance oder eine realistische Lösung gefunden, um es Wirklichkeit werden zu lassen.”

Wer sich ein Spiel im Stile Uedas für die Virtual Reality wünscht, sollte “Mare” im Auge behalten. Dieser kleine Titel wird von Rui Guerreiro entwickelt, der mehrere Jahre an der visuellen  Gestaltung von “The Last Guardian” gearbeitet hat. Der Einfluss Uedas auf das Spiel ist unverkennbar.

| Featured Image: Gameslice via Youtube

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