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Senior-Astronaut fliegt mit Oculus Rift erneut zum Mond

von Carolin Albrand13. Februar 2016

Wenn einer weiß, wie es sich anfühlt, auf dem Mond zu landen, dann Charlie Duke. Der mittlerweile 81-jährige war 1971 der zehnte Mensch, der die Mondoberfläche betreten durfte. Damals war er 36 Jahre alt. Jetzt, rund 45 Jahre später, fliegt er erneut zum Mond – mit Oculus Rift.

Die Entwickler von Immersive VR Education trafen Duke auf einer Weltraum-Ausstellung in Brüssel und setzten dem pensionierten Astronauten kurzerhand die VR-Brille auf, um seine Meinung über die VR-Erfahrung einzuholen. Bei der “Apollo 11 VR-Experience” schlüpft man in den Raumanzug von Neil Armstrong und erlebt gemeinsam mit seinen Kollegen die erste Mondlandung nach. Die Programmierer legten bei der Entwicklung viel Wert auf die Authentizität, reicherten die VR-Erfahrung mit originalen Funksprüchen an und orientierten sich beim Design der zahlreichen Details an der damaligen Zeit sowie der mittlerweile historischen Technologie. Erklärtes Ziel von Immersive VR Education ist es, “Zeitgeschichte erlebbar zu machen”. Ob dieses Ziel gelungen ist, das sollte Charlie Duke wohl fast so gut wie der 2012 verstorbene Neil Armstrong beurteilen können.

Und Duke ist sichtlich beeindruckt von dem, was er in der VR-Brille erleben darf. “Das ist fantastisch, etwas ganz besonderes”, ruft er während dem virtuellen Raketenstart. Ähnliche begeisterte Reaktionen erhofft sich Immersive VR Education auch von Lehrenden, Schülern und VR-Enthusiasten ab Frühjahr. Denn die Apollo 11-Mission in Virtual Reality soll zum Launch von Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR als Download verfügbar sein. Schulen soll eine spezielle Version zur Verfügung gestellt werden. “Wir arbeiten hart daran, dass wir die Deadlines und Qualitätstests für alle Plattformen einhalten und sind zuversichtlich, dass uns das auch gelingt, falls keine größeren Änderungen mehr angefragt werden”, schreibt Produzent David Whelan.

Da die Arbeiten an der Apollo 11-Mission bereits weitgehend abgeschlossen sind, widmen sich die Macher der VR-Erfahrung neuen Projekten. Nach der ersten Mondlandung soll der nächste VR-Bildungsausflug auf die historische Titanic führen. Außerdem bastelt das Studio an einer Art Virtual-Reality-Powerpoint für das Klassenzimmer, das Lehrende einsetzen sollen, um anhand von virtuellen 3D-Modellen von Tieren und Objekten zu unterrichten, anstatt nur Videos und Bilder zu zeigen. “Lecture VR” soll für alle VR-Brillen erscheinen, die erste Version, die noch 2016 auf den Markt kommt, funktioniert vorerst aber nur mit Desktop-PCs, Oculus Rift und HTC Vive.

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| FEATURED IMAGE: Immersive VR Education / Charlie Duke (Screenshot bei YouTube)