Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz demonstrierte Magic Leap eine realistisch animierte digitale Frau. Sie soll als personifizierte KI-Assistentin mit eigenem Aussehen und Charakter in Erscheinung treten. Journalisten konnten vor Ort einen frühen Prototyp in Augenschein nehmen.

Magic Leap präsentierte auf der Konferenz mehr als ein Dutzend neuer AR-Erfahrungen, darunter den Shooter Dr. Grordbord’s Invaders, ein AR-Konzept des Spielentwicklers Insomniac Games und einen Star-Wars-Titel über putzige Porgs.

Die wohl spannendste Anwendung ist die realistisch animierte Digitalfrau “Mica”, eine vermenschlichte Version eines Smartphone-Assistenten. Dean Takahashi von Venturebeat konnte die Demo ausprobieren und nennt Mica “die beste Sache, die Magic Leap vorzuzeigen hat”.

“Ich betrat einen Raum und setzte mich auf einen Stuhl. Mica saß an einem Tisch im gleichen Raum. Sie schaute mich an und lächelte. Ich war beeindruckt, denn sie schaute mir direkt in die Augen. Dabei neigte sie ihren Kopf von Seite zu Seite”, schreibt Takahashi.

Der Journalist beschreibt, wie Mica seine Körpersprache spiegelte: Wenn er seinen Kopf nach vorne oder nach hinten bewegte, tat sie das Gleiche. Sprechen kann Mica allerdings noch nicht, diese Funktion soll später folgen.

Siri auf Steroiden

Nicole Lee von Engadget konnte sich Mica ebenfalls durch die One-Brille ansehen. Sie nennt die digitale Figur “überraschend lebensecht”.

Mica habe sie angesehen, gelächelt und ihr zugeblinzelt. Die KI-Frau forderte sie durch Gesten auf, einen echten Bilderrahmen an die Wand zu hängen.

Als die Journalistin der Aufforderung folgte, trat Mica ans Bild heran, malte René Magrittes Der Verrat der Bilder in den leeren Rahmen und entnahm dem Bild die gezeichnete Pfeife.

Auf der Keynote beschrieben Magic Leaps KI-Leiter Andrew Rabinovich und John Monos, wie sich Mica in den nächsten Jahren weiterentwickeln soll. Voll verkörperlichte digitale KI-Assistenten sollen in der Lage sein, ihre Nutzer im Alltag kennenzulernen und zu unterstützten sowie ihre Emotionen zu lesen und entsprechend darauf zu reagieren.

| Featured Image: Dean Takahashi / Venturebeat | Source: Venturebeat / Engadget

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