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Sketchfab fürchtet keine Konkurrenz seitens Microsoft und Google

von Tomislav Bezmalinovic11. November 2017

Sketchfab ist mit mehr als zwei Millionen Unikaten die weltgrößte 3D-Modellbibliothek. Seit Ende September können iOS-Nutzer die 3D-Objekte mit der Sketchfab-App in den realen Raum projizieren. Nun folgt die AR-Unterstützung für Android-Geräte auf Basis von Googles ARCore. Auf die Konkurrenz seitens Microsoft und jüngst auch Google reagiert Sketchfabs CEO gelassen.

Mit der Sketchfab-App holt man sich ganz einfach 3D-Modelle in die eigene Stube: Man wählt aus einer der zahlreichen Kategorien ein 3D-Objekt und berührt das AR-Symbol in der rechten oberen Ecke. Anschließend nimmt man mit der Kamera eine Oberfläche im realen Raum in den Fokus und setzt das 3D-Modell mit einer Berührung des Displays ab.

In der Welt verankert, erhalten Nutzer eine genauere Vorstellung von der räumlichen Dimension eines 3D-Modells und können es von allen Seiten oder aus der Nähe betrachten. Die Unterstützung von ARKit und ARCore freut auch AR-Entwickler: Sie finden auf Sketchfab mehr als 100.000 3D-Modelle, die sie kostenlos in AR-Apps integrieren können.

Sketchfab ist binnen fünf Jahren zur weltweit größten Plattform für 3D-Inhalte aufgestiegen. Zusätzlich zu Smartphone-AR können die digitalen Objekte auf Internetseiten und in sozialen Medien eingebettet und mit einer VR-Brille angesehen werden. Nun haben auch Techkonzerne wie Microsoft und Google das Potenzial des 3D-Formats erkannt und eigene Plattformen gestartet: Microsoft vor einem Jahr mit Remix 3D und Google vor kurzem mit Poly.

Unabhängige Plattformen setzen sich durch

Sketchfabs CEO Alban Denoyel sieht hinter den Techriesen keine unmittelbare Bedrohung. “Wir haben einen Vorsprung. Sketchfab unterstützt mehr als 50 native 3D-Formate, Poly unterstützt meines Wissens nur drei. Außerdem haben wir mit einer Million registrierten Nutzern eine große Gemeinschaft aufgebaut, die mehr als zwei Millionen 3D-Modelle hochgeladen haben”, sagt Denoyel gegenüber Next Reality News.

Der CEO glaubt, dass der Markt groß genug ist für mehrere Anbieter und sieht in Googles Initiative etwas Gutes. “Google wird mit Poly helfen, das 3D-Format zu verbreiten. Das ist gut für die Industrie”, sagt Denoyel. Kreative würden letzten Endes unabhängige Plattform bevorzugen, die gleichzeitig so viele Formate wie möglich unterstützen. “Das Gleiche passierte in der Vergangenheit mit Video, Bildern und Musik.”

Die Sketchfab-App gibt es für iOS und Android. iOS-Nutzer brauchen für die AR-Funktion ein Smartphone ab dem iPhone 6s, Android-Nutzer eines der folgenden Geräte: Google Pixel oder Pixel XL (1 oder 2) und Samsung Galaxy S8. ARCore soll zeitnah weitere Android-Geräte unterstützen.

| Featured Image: VRODO / Miki Bencz / J.F. Shi | Source: Next Reality News

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