Skyrim VR dürfte über alle Plattformen hinweg zum neuen VR-Spiele-Bestseller werden. Dennoch sind die Verkaufszahlen eher gering.

Für VR-Verhältnisse erzielt Skyrim VR in den ersten Tagen ein ordentliches Ergebnis: Seit dem Launch am 4. April wurden laut Steamspy-Statistik rund 25.000 Downloads verkauft. Skyrim VR läuft mit HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality.

Wenn die Verkäufe das aktuelle Tempo beibehalten, dann wird Skyrim VR zur Spitze der kommerziell erfolgreichsten VR-Spiele aufschließen. Dort sitzt am PC derzeit Fallout 4 VR, ebenfalls eine VR-Portierung eines älteren Bethesda-Monitorspiels, das allerdings nur für HTC Vive optimiert wurde.

Fallout 4 VR hat laut Steamspy seit dem Marktstart Mitte Dezember 2017 rund 125.000 Verkäufe erzielt. Skyrim VR spricht zusätzlich Rift- und WMR-Besitzer an und dürfte so langfristig bessere Verkaufsaussichten haben. Am ersten Skyrim-Tag waren über 3.000 VR-Spieler gleichzeitig in Himmelsrand unterwegs, Fallouts Ödland in VR brachte es zu Spitzenzeiten auf 2.600 gleichzeitige Steam-Nutzer.

Bethesda verkauft Skyrim VR bereits seit November 2017 für Playstation VR, nennt jedoch keine Zahlen. Analysten schätzen den Umsatz der PSVR-Version auf circa 2,2, Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr, das entspräche circa 31.500 verkauften Spielen (Bundle nicht enthalten). Die Ursprungsfassung von Skyrim erschien schon 2011 für den Standard-Monitor und wurde seitdem für zahlreiche Plattformen portiert und millionenfach verkauft.

Der relative Erfolg von Skyrim VR innerhalb des VR-Ökosystems täuscht nicht darüber hinweg, dass die Verkaufszahlen eher gering sind und andere hochrangige Verleger und Studios wohl kaum zur Nachahmung inspirieren werden.

VR-Brillenbesitzer kaufen zurückhaltend

Glaubt man Schätzungen von Analysten, wurden bislang deutlich mehr als eine Million Highend-VR-Brillen (Vive, Rift, WMR) für den PC verkauft. Zusätzlich gibt’s über zwei Millionen Playstation-VR-Nutzer.

Die Verkaufsquote von Skyrim VR im Verhältnis zur Zielgruppe –  mehr als drei Millionen potenzielle Nutzer – ist für so eine bekannte Spielemarke nicht herausragend.

Die Entwicklungskosten dürfte Bethesda über alle Plattformen hinweg dennoch wettmachen: Der bekannte Spieleverleger portierte Skyrim mit Minimalaufwand in die Virtual Reality – und verkauft es trotzdem zum Vollpreis über 60 Euro. Das wiederum dürfte einer der Gründe für die eher geringen Verkaufszahlen sein. Qualitative Mängel sind es eher nicht: Die PC-Version von Skyrim VR kommt bei Fans gut an und erzielt bessere Kritiken als Fallout 4 VR.

Fast niemand spielt mehr Fallout 4 VR

Interessant wird sein, wie sich die Nutzungszeiten bei Skyrim VR entwickeln. Die von Fallout 4 VR zeigen, dass der Titel sich zwar gut verkauft, aber nur wenig gespielt wird – speziell im Vergleich zur Monitorversion.

Derzeit liegt die gemittelte Nutzungszeit von Skyrim VR bei zwei Stunden und 15 Minuten. Für die ausladende Rollenspielwelt von Himmelsrand ist das eher kurz. Fallout 4 VR wird derweil fast gar nicht mehr gespielt – am 6. April waren es 169 Nutzer gleichzeitig in der Spitze. Die Monitorversion hatte am gleichen Tag knapp 20.000 Spieler, obwohl sie schon seit November 2015 verfügbar ist.

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Update: Angaben zu PSVR-Verkaufszahlen korrigiert.


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