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Snap kauft Augmented-Reality-Unternehmen für bis zu 40 Mio. USD

von Matthias Bastian25. Dezember 2016

Das Kameraunternehmen Snap Inc. bereitet sich akribisch auf die Computerzukunft vor. Der neuste Baustein ist das israelische Augmented-Reality-Startup Cimagine Media.

Laut einem Bericht von Calcalist News (via Venturebeat) investiert das US-Unternehmen Snap – vormals Snapchat – zwischen 30 und 40 Millionen US-Dollar in das Augmented-Reality-Unternehmen Cimagine Media. Dort arbeiten rund 20 Angestellte an Bildverarbeitung in Echtzeit und Computer Vision, also jenen Technologien, die Snap im Kontext der eigenen App und zukünftiger Hardware umtreiben.

Ein Fokus von Cimagine Media ist Augmented Commerce. Das sind digitale Einkaufserlebnisse, die mittels Augmented Reality unterstützt werden. Das Unternehmen arbeitete laut Venturebeat mit John Lewis, Coca-Cola und Shop Direct zusammen.

Snap könnte planen, solche Einkaufserlebnisse in die eigene App zu integrieren. Denkbar sind Möbel und Einrichtungsgegenstände, die digital in der Wohnung verteilt werden. So zeigt es Cimagine Media im Video unten.

Aber auch Kleidungsstücke, Schminke, Frisuren oder Brillen sind gut augmentierbar. Snap könnte eine virtuelle Umkleidekabine mit angeschlossenem Online-Shop anbieten.

Auch das Augmented-Reality-Startup Magic Leap zeigte eine Demo für Augmented-Reality-Commerce, die in Kooperation mit dem chinesischen eCommerce-Riesen Alibaba erstellt wurde. Alibaba steht neben Google weit oben auf der Investorenliste von Magic Leap.

Snap gewöhnt die Nutzer an Augmented Reality, ohne den Begriff ein einziges Mal zu verwenden

Unabhängig von möglichen Shopping-Angeboten könnte Snap das Wissen von Cimagine Media anzapfen, um die vorhandenen AR-Angebote auszuweiten. Zuletzt veröffentlichte das Unternehmen die Videobrille Spectacles, die bislang sehr positiv vom Markt angenommen wird.

Spectacles bietet in der ersten Version nur die Möglichkeit, Videos aufzuzeichnen. Ein weiterführendes Augmented-Reality-Angebot gibt es nicht, dürfte aber langfristig zweifelsohne auf Snaps Roadmap stehen.

Mitte November veröffentlichte Snap ein Update für die iPhone-App, dank dem erstmals nicht nur das eigene Gesicht, sondern auch die Umgebung mit digitalen Objekten erweitert werden kann.

Snap schafft so einen fließenden Übergang von herkömmlicher mobiler Technologie hin zu Augmented Reality. Nutzer verwenden und gewöhnen sich an die neuen Möglichkeiten, selbst dann, wenn sie den Begriff und das Konzept der erweiterten Realität nicht kennen.

| Featured Image: Cimagine Media | Via: Venturebeat

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