Laut Wired will Snap noch diese Woche eine überarbeitete Version der Spectacles-Kamerabrille vorstellen. Snapchat-Nutzer dürfen sich außerdem über neue AR-Filter freuen: Bei den ab heute verfügbaren “Snappables” handelt es sich um AR-Minispiele, die durch Berührungen, Bewegungen und Mimik gesteuert werden.

CEO Evan Spiegel stellte bereits letztes Jahr klar, dass sein Unternehmen weiter an Hardware arbeiten wird – trotz des kommerziellen Misserfolgs der Spectacles. Snap soll einem Bericht zufolge auf hunderttausenden Kamerabrillen sitzen geblieben sein. Die Fehlinvestition kostete das Unternehmen 40 Millionen US-Dollar.

Spiegel nimmt das in Kauf, denn er hat langfristige Pläne für die Hardware: Die modische Brille könnte in ferner Zukunft zu einer AR-Plattform werden, entsprechend große Durchbrüche in der AR-Technologie vorausgesetzt. “Hardware wird vielleicht in zehn Jahren wichtig für uns. Wenn wir das glauben, dann können wir nicht erst in einem Jahrzehnt mit der Entwicklung anfangen”, sagte Spiegel gegenüber CNET.

Hardware und Software werden getrennt entwickelt

Bis die Technologie reif ist, will Snap das Hauptaugenmerk weiterhin auf Smartphone-AR legen und diese getrennt von der Hardware entwickeln. “Wir entkoppeln Software und Hardware, sodass sie sich unabhängig voneinander entfalten können. Bis zu dem Tag, an dem sie zusammenkommen”, sagt Spiegel gegenüber Wired. “In den nächsten zehn Jahren wird diese Verschmelzung Snap definieren.”

Anfang März bestätigte die Webseite Cheddar Gerüchte, wonach Snap an einer leicht verbesserten Version der Spectacles arbeitet. Äußerlich und funktional wird sich laut unternehmensnahen Quellen nicht viel an dem modischen Accessoire ändern: Die neue Kamerabrille soll wasserdicht sein, in neuen Farben erscheinen, weniger fehleranfällig und performanter.

Ob Snap auch etwas über die dritte Generation der Kamerabrille verraten wird, ist nicht bekannt. Laut Cheddar kommt diese mit einem neuen Brillendesign und einer Doppelkamera, die Videos mit einem stereoskopischen 3D-Effekt aufzeichnen kann. Der Preis soll mit 300 US-Dollar mehr als doppelt so hoch sein wie bei den Standard-Spectacles.

| Featured Image: Snap (Youtube-Screenshot) | Source: Wired

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