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Die US-Navy setzt auf Mixed Reality

von Carolin Albrand13. Dezember 2015

Was braucht es, damit eine neue Technologie erfolgreich wird? Richtig: Die Begeisterung der Pornoindustrie und das Interesse des US-Militärs. Virtual Reality ist demnach offiziell durch.

Ein neues Video zeigt Ausschnitte, wie die Navy Virtual Reality einsetzt. Ein neues Forschungslabor (BEMR-Lab) wurde eingerichtet, in dem mit allen virtuellen Technologien quer durch die Bank experimentiert wird. Wer das Video aufmerksam anschaut, sieht neben Samsung Gear VR, Oculus Rift und Leap Motion auch eine ganze Reihe an Tracking-Technologien. Außerdem werden Augmented- und Virtual-Reality-Technologien kombiniert eingesetzt, die Navy nennt das Forschungslabor daher “Mixed-Reality-Labor”.  Josuhua Li, Chefentwickler im Labor, beschreibt die Aufgabe so: „Wir bringen Videospiele zur Navy.” Das Motto des Labors: “New Reality for the Future Force.” Laut den Machern sind die Soldaten der neuen Generation mit Videospielen und Computern aufgewachsen – für sie sei es normal, mit diesen Technologien spielerisch zu lernen, heißt es in der Videovorstellung.

„Man muss sich das so vorstellen: Man kann von überall jedermann sein.” Jeff Waters, Chefwissenschaftler BEMR LAb

Die Navy hofft, dass im neuen Labor zukünftig Lernprogramme entwickelt werden, mit denen Soldaten deutlich schneller und besser ausgebildet werden können. Das Hauptinteresse liegt dabei in maximal immersiven Simulationen, bei denen sich der Soldat wirklich so fühlt, als wäre er direkt am Einsatzort. Beispielsweise sollen Mechaniker lernen, auch unter großem Stress und in Notfallsituationen bestimmte Handgriffe und Reparaturvorgänge souverän umzusetzen.  Anstehende Einsätze können quasi vorab “auswendig” gelernt werden, damit die Soldaten im Ernstfall instinktiv die richtigen Entscheidungen treffen: „Mit Virtual Reality können Matrosen ein neues Schiff bis auf das kleinste Detail genau  kennenlernen, bevor sie auch nur einmal wirklich darauf waren”, erklärt Navy-Wissenschaftler Karl Van Orden. Das Feedback ist laut der Labor-Mitarbeiter bisher positiv: Die meisten Soldaten hätten zwar keine Vorstellung davon, was in einem Mixed-Reality-Labor erforscht wird und welchen Nutzen das stiftet, aber sobald sie eine der VR-Brillen aufsetzen würden, würden sie verstehen, sagt Heidi Buck, Leiterin des BEMR-Lab. Den Gangnam-Style tanzenden, virtuellen Drill-Instrcutor am Ende des Videos erklärt das allerdings nicht. Ein anderes Beispiel für den Einsatz von Virtual Reality im militärischen Kontext ist die Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen.

#VirtualReality is in the #Navy now. #oculusrift #gearvr Klick um zu Tweeten

| VIA: Motherboard
| FEATURED IMAGE: USNAVYRESEARCH (Screenshot bei YouTube)