Ein junger Entwickler demonstriert, wie Online-Shop und Einzelhandel bei der Produktpräsentation zusammenwachsen. Und er zeigt, wie die Visitenkarte der Zukunft aussehen könnte.

Der stationäre Handel müsste eigentlich heiß sein auf Augmented Reality. Während die Virtual Reality dem Online-Shopper das Ladenerlebnis zukünftig in den eigenen vier Wänden bieten könnte – Beispiel Amazon – funktioniert die Augmented Reality eher zugunsten des Ladenbesitzers: Sie integriert einzelne Vorzüge des Online-Shoppings in das reale Einkaufserlebnis.

Das elfährige Programmierwunderkind Yuma Soerianto zeigt bei Twitter, wie er gerne – unterstützt von Augmented Reality – zukünftig Games shoppen gehen würde.

Dafür nutzt er das in ARKit 2.0 integrierte Bildtracking: Die Smartphone-Kamera identifiziert das Cover-Motiv des Spiels und platziert automatisch digitale Elemente wie 3D-Grafiken, Screenshots oder Videos darauf.

Ergänzend zu den Bildern und Videos gibt es interaktive Funktionen wie Bewertungen oder einen Like- und Share-Button. Dank des stabilen ARKit-Trackings wirkt es so, als wären die digitalen Elemente Teil der Verpackung.

Richtig praktisch wird die digitale Verpackung allerdings erst mit einer Brille auf der Nase, die permanent läuft. Dass Smartphone aus der Tasche ziehen und die Verpackung abfilmen, dürfte für die meisten Einkäufer schon zu viel Aufwand sein im Verhältnis zum Nutzen. Dieselben Informationen sind im Smartphone-Browser abrufbar und das komfortabler.

Konzeptionell interessanter ist Soeriantos zweites Anwendungsbeispiel: Eine Augmented-Reality-Visitenkarte, die Profilinformationen und Internetlinks passend zur Person vor der Kameralinse anzeigt.

Experimentierfreudige Apple-Nutzer können ARKit 2.0 schon installieren. Die offene Beta läuft seit Ende Juni. Die finale Version erscheint im Herbst zusammen mit iOS 12.


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