Titelbild: Disney

Ist der Sprung machbar oder die Lücke zu weit? Der spektakuläre Zug-Stunt aus dem neuen Star-Wars-Film “Solo” wurde in der Virtual Reality auf Machbarkeit getestet. Einer der Gestalter sprang mit der VR-Brille auf dem Kopf virtuell über die Lücke.

Die VR-Brille kann sich in Hollywood eine Nische erobern. Nicht etwa als Abspielgerät für 360-Videos, sondern als Visualisierungswerkzeug für digitale Welten, die sonst nur am Computermonitor sichtbar werden.

Zum Beispiel konnten die Darsteller von Ready Player One mit der VR-Brille das virtuelle Metaverse “Oasis” betreten und sich eine visuelle Vorstellung ihres digitalen Drehorts verschaffen.

Bei “Solo: A Star Wars Story” zog sich James Clyne die VR-Brille auf. Der Digitalkünstler verantwortete für Solo die Spezialeffekte, darunter auch die spektakuläre Verfolgungsjagd über die Zugabteile eines Schwebezugs hinweg.

Klappt der Sprung oder klappt er nicht?

Die Gestalter des Zugs und die Regisseure waren sich uneins, ob die Lücken zwischen den einzelnen Zugabteilen nicht zu weit sind, um sie zu überspringen. Denn im Film müssen die Charaktere zwischen den Abteilen hin- und herspringen.

Clyne wollte für Klarheit sorgen, indem er den Sprung in der Virtual Reality ausprobierte. Dafür nutzte er Lucasfilms “Virtual Scout”-Technologie, mit der eine digitale Szene virtuell in Originalgröße betreten werden kann.

“Man zieht die VR-Brille auf und steht plötzlich auf einem Zugabteil 60 Meter in der Höhe”, sagt Clyne. Er habe seine Kollegen gefragt, ob er rennen und den Sprung probieren könne. Entgegen aller Warnungen, dass man sich mit der VR-Brille auf dem Kopf eher langsam bewegen sollte, wagte er den Sprung – und klatschte fast an die Wand.

Die VR-Expedition lohnte sich dennoch für die Beweisführung: “Ich habe den Sprung geschafft. Also ging ich in die Produktion und zu den Regisseuren und sagte: ‘Ich, ein normaler Typ, schaffe den Sprung’.”


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