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Sony: Playstation VR ist kein Zubehör, sondern eine neue Plattform

von Matthias Bastian22. November 2016

Laut Sonys Shawn Layden, Präsident von Sony Interactive Entertainment und Leiter der weltweiten Studios, sucht sein Unternehmen gerade nach der bestmöglichen Anwendung für die neue VR-Brille Playstation VR.

Layden glaubt, dass die Entwicklung der Virtual Reality noch ganz am Anfang steht. Er vergleicht die aktuelle Situation mit Thomas Edison, der soeben die Elektrizität entdeckt hat – ohne sie so richtig zu verstehen.

Eine Herausforderung bei der VR-Entwicklung sei es, so Layden, dass das nötige Vokabular noch nicht vorhanden sei, um Inhalte für das neue Medium zu beschreiben. “Uns fehlt noch die Syntax und die Grammatik. Beim Gaming versuchen wir, aktuelle Perspektiven und die heutige Terminologie auf VR zu übertragen. Aber wir müssen neue Worte finden. Wir können nicht die ganze Zeit immersiv sagen.”

Neben den richtigen Worten muss die Branche laut Layden auch neue Interfaces finden, die speziell für die VR-Brille entworfen werden. “Man kann kein Standard-Interface benutzen und irgendwelche 2D-Menüs bedienen. Man muss in Echtzeit in der Welt arbeiten können, in der man sich befindet.”

Eindeutig Stellung bezieht Layden bei seiner Antwort auf die Frage zur potenziellen Killer-App für Playstation VR. “Wir versuchen alle herauszufinden, was das neue Medium bringt. Es ist kein Zubehör, kein Add-on. Es ist eine komplett neue Plattform. Niemand weiß, was die Killer-App ist.”

Playstation VR: Sony startet Anfang 2017 mit Non-Gaming-Entertainment

Playstation VR habe innerhalb vom Sony-Konzern sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, so Layden, unter anderem von den Serien- und Filmemachern bei Sony Pictures. “Ihre Reaktion war: Die komplette Idee hinter Virtual Reality zerstört die Narration, wie wir sie kennen. Wie erzähle ich eine Geschichte in einer Welt, in der der Zuschauer machen kann, was er will.”

Offenbar stellen sich Sonys Filmemacher dieser Herausforderung. Erste VR-Filme von Sony und bekannten Hollywoodstars sollen im Frühjahr 2017 erscheinen. Layden spricht explizit von Non-Gaming-Entertainment.

Auch Oculus VR arbeitet in den Oculus-Story-Studios an eigenen Filmprojekten für die VR-Brille. Eines davon, der Comic-Kurzfilm Henry, konnte sogar schon einen Emmy gewinnen.

Der neuste VR-Film Dear Angelica wurde mit dem speziellen Zeichenwerkzeug Quill komplett in der Virtual Reality erstellt und soll zeitnah erscheinen. Oculus stellt Quill zum Launch der 3D-Controller Oculus Touch ab dem 6. Dezember kostenlos zur Verfügung.

| Featured Image: Sony (Screenshot bei YouTube) | Via: Venturebeat