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Sony zeigt Multi-User-Erfahrung mit HTC Vive statt Playstation VR

von Matthias Bastian15. März 2017

Auf dem “South By South West” Festival in Austin, Texas, zeigt Sony eine Virtual-Reality-Demonstration für mehrere Nutzer – und bedient sich dafür nicht Playstation VR, sondern HTC Vive.

Umgesetzt wurde die VR-Erfahrung “Gold Rush VR” von Sonys Musiksparte Sony Music Entertainment. Bis zu vier Nutzer tauchen gleichzeitig in die Virtual Reality ein. Dafür setzen sie die VR-Brille HTC Vive auf und schnallen Rucksack-PCs um, damit die Kabel nicht stören. So können sie sich frei im Raum bewegen.

Ähnlich wie in der VR-Spielhalle “The Void” werden virtuelle und reale Welt exakt überlagert. Die Besucher reisen auf einer Art Lore durch die Zeit, die sie virtuell betreten und real fühlen können.

Für diesen Effekt baute Sony auf der Ausstellungsfläche einen hölzernen Mini-Zug auf, der dem virtuellen Ebenbild gleicht. Das erweitert die VR-Erfahrung um eine physische Komponente und erhöht die Immersion so ungemein.

Eine Lagerhalle voller Experimente

Die VR-Erfahrung ist Teil von Sonys Ausstellung “Wow Factory” im Rahmen der SXSW, bei der die Japaner Tech-Experimente aus dem hauseigenen “Future Lab” präsentieren. Der Elektronikkonzern mietete für die Präsentation eigens eine Lagerhalle in Austin an.

Im Future Lab sollen Forscher und Entwickler kreativ über die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion nachdenken, ohne sich dabei Gedanken über Technologie und Performance zu machen. Das dürfte auch die Erklärung sein, weshalb für die Demonstration ein Konkurrenzprodukt genutzt wird.

Mit Playstation VR wäre die gleiche VR-Erfahrung aufgrund des eingeschränkten Trackingverfahrens nicht möglich gewesen. “Da sich bis zu vier Nutzer gleichzeitig bewegen, mussten wir sicherstellen, dass die Positionserkennung funktioniert. Das war der schwierigste Part”, kommentiert ein Sony-Entwickler die VR-Erfahrung. Sony Music denke darüber nach, mit Virtual Reality das eigene Portfolio zu erweitern. Neben den Rechten an der Musik habe das Unternehmen Zugriff auf Animationen und Charaktere.

| Featured Image: Sony (Screenshot bei YouTube)

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