Update vom 28. Februar 2018:

Engadget konnte die VR-Brille auf der MWC ausprobieren. Die Testerin spielte einen Shooter, in dem sie auf fliegende Insekten schießen musste. Sie schreibt, dass die Grafik flüssig und scharf gewesen ist. Die VR-Brille sei leicht und bequem, das Tracking funktioniere einwandfrei. Das Foveated Rendering war in dem ausgestellten Prototyp noch nicht funktionsfähig.

 

Ursprünglicher Artikel vom 21. Februar 2018:

Qualcomms Referenzdesign war die technische Blaupause für HTCs und Lenovos autarke VR-Brillen. Im Vorfeld des Mobile World Congress stellt der Chiphersteller ein aktualisiertes Modell basierend auf dem Snapdragon 845 vor. Die Hardware erlaubt einen Blick in die Zukunft autarker VR-Systeme.

Ende 2017 enthüllte Qualcomm den Snapdragon 845, den bislang schnellsten Chip des Unternehmens. Er soll dieses Jahr den Snapdragon 835 ersetzen. Der ist in einer Vielzahl aktueller Highend-Smartphones verbaut, darunter dem Samsung Galaxy S8 und S8 Plus. Der Chip kommt zudem in autarken VR-Brillen zum Einsatz: Vive Focus, Lenovo Mirage Solo und der auf der Oculus Connect 4 vorgestellte Santa-Cruz-Prototyp nutzen den Snapdragon 835.

Der neue Chip bietet laut Qualcomm 30 Prozent mehr Grafikleistung und Energieeffizenz als der Vorgänger und wird voraussichtlich in Samsungs S9-Serie verbaut sein. Kommende Standalone-Brillen könnten ebenfalls vom Snapdragon 845 profitieren: Der Chip kann zwei VR-Displays mit einer maximalen Auflösung von je 2.400 mal 2.400 Bildpunkten bei 120 Hertz pro Sekunde befeuern. Er ist außerdem für Eye-Tracking und Foveated Rendering optimiert.

Google und Oculus freuen sich auf den neuen Chip

Kurz vor dem Mobile World Congress stellt Qualcomm eine aktualisierte Version des hauseigenen Referenzdesigns für autarke VR-Brillen vor, das mit dem Snapdragon 845 ausgestattet ist. Neben den zwei nach außen gerichteten Kameras, die für das Inside-Out-Tracking zuständig sind, besitzt das Modell neu zwei weitere Kameras, die die Augenbewegungen der Nutzer erfassen. Mehr Details zu den Spezifikationen des Geräts nennt Qualcomm nicht.

Das Unternehmen hofft, dass Hersteller autarke VR-Systeme bauen, die auf Qualcomms Referenzdesign aufbauen und den Snapdragon 845 nutzen. Google und Oculus schreiben in der Pressemitteilung, dass sich mit dem Chip neue Möglichkeiten für autarke VR-Systeme auftun.

“Die Daydream-Plattform läuft gut auf dem neuen Chip”, schreibt Googles Geschäftsleiter für Virtual und Augmented Reality Amit Singh. “Der Snapdragon 845 ermöglicht VR-Erfahrungen mit geringer Latenz, hohen Bildwiederholraten und flüssigem Kopftracking.”

Mehr technische Details zum neuen Referenzdesign dürften nächste Woche bekannt werden: Qualcomm zeigt die VR-Brille auf dem Mobile World Congress, der vom 26. Februar bis 1. März in Barcelona stattfindet.

| Featured Image and Source: Qualcomm

Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #104: Magic-Leap-Launch und KI-Persönlichkeitsanalyse | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.