StarVR, Hersteller der gleichnamigen Highend-VR-Brille, zieht sich von der taiwanesischen Börse zurück.

Als Grund für den Börsenrückzug nennt StarVR den derzeitigen Zustand der Virtual-Reality-Industrie sowie die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens. Der Rückzug wurde vom Aufsichtsrat beschlossen, der sich von dem Manöver mehr “unternehmerische Flexibilität” erhofft. Die Zusatzeinnahmen durch den Börsengang würden derzeit nicht benötigt.

StarVR wurde erstmals am 23. April an der taiwanesischen Börse im Index für “entstehende Technologien” geführt. Die Aktie startete mit einem Wert von circa 2,20 US-Dollar, erreichte im Sommer bis zu 4,10 US-Dollar und liegt derzeit bei rund 1,90 US-Dollar. Das Delisting soll bei einem Aktionärstreffen am 27. Dezember besprochen werden.

StarVR ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Hardware-Herstellers Acer und des Software-Studios Starbreeze. Letztgenanntes hält 33 Prozent Anteile an StarVR und besitzt die Marken- sowie Technologierechte an der Highend-VR-Brille StarVR One, dem Nachfolgemodell der erste Star-VR-Brille.

StarVR One: Highend-VR-Brille für Unternehmen

Die One-Brille hat eine etwas geringere Auflösung als das Vorgängermodell (5.120 mal 1.440 Bildpunkte), bietet dafür aber neu vollwertige AMOLED-RGB-Displays mit 1.830 mal 1.464 Bildpunkten pro Auge bei einer Bildwiederholrate von 90 Hz (StarVR: 60 Hz).

StarVR kündigt eine Neuauflage der gleichnamigen VR-Brille an. Die technischen Spezifikationen sind vielversprechend. Allerdings ist die VR-Brille wohl nicht für Endverbraucher gedacht, sondern bleibt der Industrie und Spielhallen vorbehalten.

StarVR One wurde gegenüber dem Vorgängermodell signifikant verbessert. Bild: StarVR

Highlights des Geräts sind ein integriertes Eye-Tracking-System sowie das weite Sichtfeld von bis zu 210 Grad horizontal und 130 Grad vertikal. StarVR unterstützt verschiedenen Trackingsysteme, darunter Valves Lighthouse. Erste Testberichte sind positiv.

StarVR One richtet sich an Unternehmen, insbesondere die Automobilindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt. Preis und Veröffentlichungsdatum sind noch nicht bekannt, vermutlich wird die Brille mehrere Tausend US-Dollar pro Stück kosten.

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