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Steam VR: Auch 2D-Spiele laufen in Virtual Reality

von Matthias Bastian13. März 2016

Ähnlich wie das Rift-Betriebssystem “Oculus-Home” soll auch Steam in Zukunft ein Interface bieten, das speziell für Virtual Reality optimiert wurde. In der neuen Benutzeroberfläche werden auch herkömmliche 2D-Spiele auf einer virtuellen Leinwand spielbar sein.

Das neue Feature nennt sich “SteamVR Desktop Theater Mode” und funktioniert analog zu den Virtual-Reality-Kinos der Oculus-Software, in denen VR-Nutzer beispielsweise Filme oder auch XBOX-Spiele streamen können. Auf diese Art können Spieler zwischen VR- und herkömmlichen Spielen wechseln, ohne die VR-Brille zuvor absetzen zu müssen. Das hat sowohl Vor- und Nachteile: Die virtuelle Leinwand ist beliebig skalierbar, so dass man seine Lieblingsspiele gefühlt in einem riesigen Kino erleben kann. Der Nachteil: Die Auflösung und Schärfe des Bildes dürften nicht an einen herkömmlichen 2D-Monitor heranreichen, auch bei den finalen Versionen der VR-Brillen ist Text noch immer schwer lesbar. Außerdem sind HTC Vive oder Oculus Rift zwar verhältnismäßig ergonomisch, aber das Bedürfnis, sie länger als nötig auf dem Kopf zu tragen, dürfte bei Spielern dennoch gering ausgeprägt sein. Ohnehin gilt: Virtual Reality ergibt nur mit Inhalten, die eigens für Virtual Reality produziert wurden, wirklich Sinn.

Trotzdem ist das neue Feature spannend, denn es dürfte einen ersten Ausblick darauf geben, wie sich Valve dem Thema Benutzerführung in Virtual Reality nähert. Weitere Details zum neuen Modus, der auch mit Oculus Rift kompatibel ist, folgen in der kommenden Woche auf der Game Developers Conference in San Francisco. In einer offiziellen Pressemitteilung von Valve heißt es: “Der SteamVR Desktop Theater Mode ist in einer frühen Beta und wird auf der GDC vorgestellt. Desktop Theater Mode erlaubt es Nutzern, auch herkömmliche Spiele mit VR-Brillen wie HTC Vive und anderen Modellen zu spielen.”

Auch die aktuelle Steam-Benutzeroberfläche, wie man sie vom Desktop-PC kennt, läuft bereits in VR. Allerdings wird diese nur als 2D-Ebene in einem 360-Raum angezeigt, ist also nicht eigens für die virtuelle Umgebung optimiert. Immerhin können kleine Details wie die Farbgebung des Chaperone-Warnsystems, das die Grenzen des Trackingbereichs anzeigt, oder das Hintergrundbild der 360-Umgebung angepasst werden. Die Bedienung läuft flüssig mit den beiden beigelegten 3D-Controllern. Das Interface kann man, so wie man es vom PC kennt, auch dann noch öffnen, wenn ein Spiel oder eine App im Hintergrund läuft.

| SOURCE: Valve
| FEATURED IMAGE: Valve