Valve veröffentlicht die monatlichen VR-Nutzungsdaten für Steam VR. Die legen nahe, dass das Weihnachtsgeschäft für VR-Brillen kein großer Verkaufserfolg war – obwohl mit Microsofts Windows-Brillen viele neue Geräte verfügbar waren.

Zwar lässt Valves Hardware-Umfrage bei Steam keine Rückschlüsse zu auf tatsächliche Verkaufszahlen von VR-Brillen. Sie dient aber wenigstens als Anhaltspunkt für die Marktentwicklung und das Nutzerverhalten. Gezählt werden nämlich nur jene VR-Brillen, die im Moment der Abfrage am PC angeschlossen sind.

Die Daten aus dem Januar legen nahe, das das Weihnachtsgeschäft den VR-Markt offenbar nicht groß voranbrachte. Im Vergleich zum Dezember 2017 wurden im Januar 0,09 Prozent mehr VR-Brillen bei Steam registriert. Insgesamt hatten 0,20 Prozent aller Steam-Nutzer eine VR-Brille angeschlossen.

Oculus Rift und HTC Vive teilen sich den VR-Markt bei Steam zu gleichen Teilen (je rund 46 Prozent) auf. Die Facebook-Brille kann allerdings auch exklusiv bei Oculus Home betrieben werden, diese Nutzerdaten tauchen in der Steam-Statistik freilich nicht auf. Insgesamt dürfte Oculus Rift bei PC-VR vorne liegen.

Steam VR wird klar von Oculus Rift und HTC Vive dominiert. Bild: Valve

Steam VR wird klar von Oculus Rift und HTC Vive dominiert. Bild: Valve

Windows-VR-Brillen: Weniger Wachstum trotz Weihnachtsgeschäft und Rabatten

Microsofts Windows-Brillen trugen laut der Steam-Hardware-Umfrage im Januar weniger zum Marktwachstum bei als die schon seit rund anderthalb Jahren erhältlichen VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive. Das überrascht nicht, da die Windows-Geräte beim Preis-Leistungs-Verhältnis keine schlagkräftigen Kaufargumente liefern im Vergleich zu den beiden Platzhirsch-Brillen Rift und Vive.

Erste Händler reduzieren die Hardware-Preise, obwohl Microsofts Virtual-Reality-Initiative erst im Oktober 2017 startete: Im Dezember und Januar gab es international einige Rabattaktionen für Windows-Brillen. Unter anderem verkauft der E-Commerce-Riese Amazon in den USA zahlreiche Modelle deutlich unter Microsofts offizieller Preisempfehlung – offenbar dauerhaft.

In der Steam Statistik kletterten die Windows-Brillen von November auf Dezember noch von zwei auf 4,3 Prozent Marktanteil. Von Dezember auf Januar lag der Sprung nur mehr bei 4,3 auf 5,17 Prozent. Laut den Marktforschern von Superdata wurden bislang rund 100.000 Windows-Brillen verkauft.

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