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Studie: Zwei Drittel der Frauen haben kein Interesse an Virtual Reality

von Matthias Bastian24. Mai 2017

Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young befragten insgesamt 2.000 Frauen und Männer in UK zur Virtual Reality. Der Enthusiasmus der weiblichen Bevölkerung hält sich stark in Grenzen.

Laut der Studie gaben knapp zwei Drittel der befragten britischen Frauen an, dass sie in der Zukunft wahrscheinlich keine VR-Brille aufsetzen werden. Bei den Männern hatten 51 Prozent der Befragten kein Interesse an der Technologie. Immerhin 14 Prozent der befragten Frauen nutzten schon mal eine VR-Brille, bei den Männern sind es 20 Prozent.

Frauen wissen auch weniger über Virtual Reality als Männer. Von den fünf bekanntesten Virtual-Reality-Marken kannten 63 Prozent der Antwortgeberinnen nicht eine einzige.

Männer kannten sich im Vergleich etwas besser aus: 51 Prozent hatten zumindest einen der Herstellernamen schon einmal gehört.

Frauen sind von der VR-Brille unbeeindruckt

Wenn man bei einer Virtual-Reality-Demo ein erstauntes “Wow” hört, dann entspringt das wahrscheinlich den Lippen eines Mannes. Frauen beschreiben bisherige VR-Erlebnisse zwar als “futuristisch” aber auch als “nicht besonders beeindruckend”.

Im Vergleich bezeichneten Männer virtuelle Trips eher als “positiv” oder “realistisch”. Beide Gruppen finden das neue Format “unterhaltsam”. Immerhin 50 Prozent der Frauen sprachen VR ein hohes Potenzial für Entertainment und Filme zu.

In einem möglichen Anwendungsszenario zeigten Frauen sogar mehr Enthusiasmus als die befragten Männer: 25 Prozent interessierten sich dafür, die VR-Brille fürs Training und die Fitness zu nutzen. Bei den Männern waren es 18 Prozent.

Das eher geringe Interesse der Frauen schlägt sich in der Zahlungsbereitschaft nieder. 72 Prozent würden nicht mehr als 350 Euro für Virtual Reality ausgeben. 48 Prozent der Männer könnten sich vorstellen, oberhalb dieser Grenze zu investieren.

Frauen bliebe demnach derzeit nur übrig, zur günstigen Smartphone-Brille zu greifen, denn ein richtiges Mittelklasseangebot gibt es noch nicht. Mobile Brillen wiederum bieten nicht die gleiche Qualität wie Highend-Geräte und lösen entsprechend weniger Begeisterung aus.

Ändern könnten das Googles neue Daydream-Geräte, die ab Sommer auf den Markt kommen. Sie könnten die neue Mittelklasse bilden, die für Nicht-Spieler interessant ist.

Laut den Beratern von Ernst & Young braucht es sinnvolle Alltagsanwendungen und Entertainment abseits von Spielen, um eine kritische Masse an Nutzern aufzubauen. Erst dann könne Virtual Reality ein wertvolles Kommunikationsinstrument für private Anwender und in Unternehmen werden.

| Featured Image & Source: Ernst & Young

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