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Tanzt mit in Googles kollaborativem VR-Musikvideo

von Tomislav Bezmalinovic28. August 2017

Google präsentiert das neueste WebVR-Experiment: “Dance Tonite” zeichnet VR-Nutzer beim Tanzen auf und bindet die Darbietung in ein frei zugängliches VR-Musikvideo ein.

Um die App zu starten, muss man mit einem WebVR-fähigen Browser die entsprechende Internetseite ansteuern. Hierfür bietet sich eine aktuelle Version von Mozilla Firefox oder Googles experimenteller Browser Chromium an. Hat man den VR-Modus gestartet, kann man mit Oculus Rift oder HTC Vive direkt in das VR-Musikvideo starten.

Jetzt schwebt man, von Musik der Elektropunkband LCD Soundsystem getragen, durch eine lange Reihe farbiger Räume, in denen man VR-Nutzern beim Tanzen zuschauen kann. Zu erkennen sind zwar nur der Kopf und die Hände, die durch einen Kegel und zwei Zylinder dargestellt sind. Dennoch wirken die Figuren erstaunlich lebendig.

Der VR-Raum wird zum Mocap-Studio

Das Video ist gerade wegen seiner minimalistischen Mittel verblüffend schön anzusehen und hält den Zuschauer durch die Vielfalt der Choreografien bis zum Ende bei der Stange. Wer eigene Tänze beitragen möchte, kann den Aufnahmemodus starten. Der verwandelt den eigenen VR-Raum in ein Motion-Capturing-Studio.

In diesem Modus zeichnet das VR-System die Bewegungen der VR-Brille und 3D-Controller auf. Aufnahmen können wiederholt werden, sodass man im gleichen Raum mehrmals gleichzeitig auftreten kann: Zum Beispiel als Sänger, als Schlagzeuger und als Gitarrist. Ist die Szene im Kasten, kann sie als Gif gespeichert, in sozialen Netzwerken geteilt und ins VR-Musikvideo integriert werden.

Erstellt wurde die WebVR-App von den Künstlern Jonathan Puckey und Moniker in Zusammenarbeit mit Googles Data-Arts-Team. Den Quellcode findet man bei Github, Google stellt zudem umfangreiche Erläuterungen zum Projekt bereit.

Wer keine Oculus Rift oder HTC Vive besitzt, kann sich das VR-Musikvideo ansehen, aber keine Choreografien aufzeichnen. Benutzt man gar keine VR-Brille, kann man sich das Musikvideo hier in einer isometrischen 2D-Perspektive ansehen.

| Featured Image: Google Blog

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