Am 5. April erscheint Vive Pro. Die internationale Presse konnte die Premiumbrille testen. Wie lautet deren Fazit?

Die visuelle Qualität und der Tragekomfort seien gegenüber der Standard-Vive stark verbessert, findet die US-Seite UploadVR. Aufgrund des hohen Preises spreche das Gerät vor allem Kunden mit prall gefülltem Geldbeutel und viel Raum an. “Die Vive Pro ist eine Nische innerhalb der Nische, die wenig tut, um neue Käufer anzulocken und Besitzer einer HTC Vive doppelt abkassiert.”

Die Techseite Gizmodo ist ebenfalls zwiegespalten: Die Vive Pro sei einerseits so gut, dass man die Geräte der ersten Generation nicht mehr benutzen möchte. Aber für den aufgerufenen Preis fehle ihr das Verkaufsargument. Besser wäre gewesen, wenn HTC zu diesem Preis Intels Wireless-Lösung beigelegt hätte. Dann hätte das Paket den nötigen Mehrwert und böte den technologischen Fortschritt, um den hohen Preis zu rechtfertigen.

Die beste VR-Brille der Welt

The Next Web bezeichnet Vive Pro als “beste VR-Brille der Welt”. Wer VR-Spiele wie Fallout 4 VR und L.A. Noire: The VR Case Files auf einer neuen Qualitätsstufe spielen wolle, dem bliebe keine andere Wahl, als Vive Pro zu kaufen. Die Standard-Vive sei wegen des niedrigeren Preises aber dennoch die erste Wahl für Konsumenten.

“Das größte Problem von Vive Pro ist, dass sie in einem Wettbewerb zu HTC Vive steht”, schreibt Ars Technica. Mit der zwei Jahre alten VR-Brille könne man alle VR-Spiele spielen und die Erfahrung sei die meiste Zeit die gleiche wie mit Vive Pro. Für den Preis, den HTC aufruft, müsste das Upgrade einen signifikanteren technologischen Sprung darstellen, findet das Techportal.

Engadget kommt zu einem ähnlichen Schluss: Vive Pro sei kein Upgrade, das Konsumenten unbedingt haben müssten, selbst mit dem neuen Zubehör, das SteamVR Tracking 2.0 unterstützt. Die VR-Brille sei nicht für alle, sondern hauptsächlich für VR-Entwickler und Designer gedacht, welche stets die beste Hardware nutzen wollten.

Qualität hat ihren Preis

“Zum jetzigen Zeitpunkt ist Vive Pro die beste, wenngleich nicht die günstigste Option am Markt”, schreibt Polygon. Die schnelle Entwicklung von VR-Technologie mache es Konsumenten schwierig, in Virtual Reality einzusteigen, weil man nicht wisse, wann der beste Zeitpunkt gekommen sei. Vive Pro sei kein so großer Sprung gegenüber der Standard-Vive, dass es diese überflüssig mache. Sie richte sich mit ihrem hohen Preis an Unternehmen und den harten Kern der Enthusiasten.

Tom’s Hardware hält den hohen Preis für gerechtfertigt. “Nur weil etwas nicht erschwinglich ist, heißt das nicht, dass es den Preis nicht wert ist”, meint die Techseite und vergleicht Vive Pro mit einem Mercedes. Vive Pro sei ein Luxusgerät, dessen Kauf sicher nicht jeder rechtfertigen könne. Aber jene, die genug Geld hätten, würden die Verbesserungen zu schätzen wissen. Fortschritte und Investitionen im Highend-Bereich würden sich auf lange Sicht in Produkten niederschlagen, die markttauglicher sind.

Unser Test steht hier.

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