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Titanic VR: Neues Video zeigt Tauchgang ins Wrack, bald spielbar

von Tomislav Bezmalinovic12. September 2017

Die Arbeit an Titanic VR schreitet zügig voran. Laut dem jüngsten Update auf der Kickstarter-Seite des Projekts wird der virtuelle Tauchgang zum Wrack der Titanic in einigen Wochen spielbar sein. In einem knapp zehnminütigen Video zeigen die Entwickler, was VR-Nutzer auf dem Meeresgrund erwartet.

Die Macher von Apollo 11 kündigten im Oktober 2016 an, dass sich ihr nächstes großes Projekt um das 1912 gesunkene legendäre Passagierschiff dreht. Im Januar riefen die Entwickler eine Kickstarter-Kampagne ins Leben, die das Finanzierungsziel von 50.000 Euro kurz vor Ende erreichte und veröffentlichten eine erste, kurze Demo, die bei Steam erhältlich ist.

Die VR-Erfahrung besteht aus zwei Teilen: einem interaktiven Abschnitt, in dem man das Schiffswrack untersucht und eine vollanimierte historische Nacherzählung der Ereignisse vom 14. und 15. April 1912.

In 3800 Meter Meerestiefe

Das Wrack wurde auf der Grundlage von Karten und 3D-Modellen originalgetreu rekonstruiert. Zu den Überresten der Titanic hinabtauchen werden VR-Nutzer in einem virtuellen Unterseeboot, dessen Inneres sehr detailliert umgesetzt wurde und mit Bewegungscontrollern gesteuert werden kann (siehe Video).

Das Unterseeboot eignet sich allerdings nur für die äußere Inspektion des Wracks. Um in das Innere des Schiffs zu gelangen, wechselt man in die Perspektive eines Unterwasserroboters (im Video ab ca. 8:30 zu sehen). Mit diesem Roboter kann man mittels Greifzangen Gegenstände aus der Titanic bergen.

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Einer der Gegenstände, die man im Wrack finden kann. BILD: Immersive VR Education

Die virtuellen Tauchgänge sind in eine Geschichte eingebettet, außerdem kann man Missionen erfüllen, um Upgrades für den Roboter freizuschalten und mehr über das Wrack zu erfahren. Wer möchte, kann die Titanic auch frei und ohne erzählerische und spielerische Rahmung erkunden oder sich ganz zurücklehnen und vom Programm auf einen Rundgang mitnehmen lassen.

Emotional und lehrreich

Im zweiten Abschnitt wird man die Katastrophe aus den Augen Überlebender nacherleben. Die Szenen wurden laut Kickstarter-Seite auf Basis von Augenzeugenberichten und wissenschaftlichen Forschungsarbeiten rekonstruiert.

Für glaubhafte Charaktere setzt das Studio auf professionelle Synchronsprecher und greift auf Technologien wie Motion Capturing und Face Scanning zurück. Ein schon etwas älteres Youtube-Video zeigt, wie aus echten Menschen digitale Setfiguren werden.

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Einige Figuren wurden auf der Grundlage von Fotografien nachgebildet. BILD: Immersive VR Education

Immersive VR Education will wie mit Apollo 11 eine VR-Erfahrung schaffen, die ein historisches Ereignis mit den Mitteln der Virtual Reality lebendig werden lässt und dabei zugleich emotional mitreißend und lehrreich ist.

Laut der Kickstarter-Seite des Projekts erscheint die Erfahrung noch dieses Jahr für HTC Vive, Oculus Rift, Playstation VR sowie als 2D-Bildschirmversion für PC und Playstation 4.

Ein anderes Titanic-Projekt, das man bereits ausprobieren kann, ist “Titanic: Honor & Glory”. Unseren Kurztest findet man hier.

| Featured Image: Immersive VR Education

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