Seit der E3 ist bekannt, dass Bethesda an Umsetzungen von Doom und Fallout 4 für die Virtual Reality arbeitet. Nun bestätigt Todd Howard, der kreative Leiter der Bethesda Game Studios, wie ernst es der Spieleschmiede mit der VR-Umsetzung des Rollenspielhits ist.

Auf der weltgrößten Spielemesse wurde eine Version von Fallout 4 VR gezeigt, die gemischte Gefühle hinterließ. Man durfte zwar mit den Vive-Controllern auf Dosen schießen, andere wichtige Elemente des Spiels wie die Gespräche mit NPCs und das Crafting fehlten jedoch. Außerdem konnte man nur ein kleines Gebiet um eine Tankstelle herum erforschen. Fortbewegen musste man sich per Teleportation.

Bethesda will ein vollumfängliches VR-Spiel schaffen

In einem Interview mit Glixel bestätigt Todd Howard, dass sein Studio daran arbeitet, die gesamte Welt von Fallout 4 in die Virtual Reality zu übertragen: “Das ist das Versprechen von VR: in einer großen Welt zu sein. Der Kern dieser Erfahrung, bei der du dir die VR-Brille aufsetzt und in der Welt von Fallout stehst und gehen kannst, wohin du möchtest, ist genauso cool, wie man es sich erhofft.”

Die geringe Installationsbasis von HTC Vive scheint Howard kein Kopfzerbrechen zu bereiten: “Wir sorgen uns nicht darum, wie gut das Spiel sich verkauft oder wie groß der Markt ist. Das wird sich von selbst ergeben.” Viel wichtiger ist Howard, die Erwartungen der Fans zu erfüllen und für eine hochwertige Spielerfahrung zu sorgen, die an die des Originals heranreicht: “Wir haben die Gelegenheit etwas Einzigartiges zu schaffen. Wir schaffen lieber so etwas als irgendeine kurze Erfahrung.”

Fallout 4 könnte Massen an Spielern für das neue Medium begeistern

Howards Worte machen Mut. Dennoch wird sich erst zeigen müssen, ob es Bethesda glückt, das Spiel in die virtuelle Realität zu übertragen, ohne Kompromisse zu machen. Gelänge dies, dürfte Virtual Reality sehr viele neue Anhänger finden. Fallout 4 ist eines der erfolgreichsten Spiele überhaupt: Am Tages seines Erscheinens soll sich der Titel 12 Millionen Mal verkauft haben.

Die großen Spielestudios halten sich bisher zurück,  wenn es darum geht, in das neue Medium zu investieren. Die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel: Ubisoft hat mit Eagle Flight und Crytek mit Robinson: The Journey zwei ambitioniertere Spiele für Virtual Reality entwickelt. Dennoch sind das keine Titel, die Massen an Spielern mobilisieren könnten.

Fallout 4 VR wurde bisher nur für HTC Vive angekündigt. Dass Oculus Rift noch außen vor bleibt, könnte auf den derzeit laufenden Rechtsstreit zwischen Oculus VR und Zenimax zurückzuführen sein. Bethesda ist eine Tochterfirma von Zenimax.

| Featured Image: Bethesda

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